Deutscher Kulturförderpreis 2026

Freie Kunst stärkt unsere Demokratie, inspiriert zum Dialog und ist ein unverzichtbarer Teil unserer Gesellschaft. Damit Kunst und Kultur ihre Wirkung entfalten können, braucht es verlässliche Förderung – auch aus der Wirtschaft.
Als Verein, der seit über 70 Jahren unternehmerisches Kulturengagement begleitet und unterstützt, ist es uns ein besonderes Anliegen, herausragende Beispiele zu würdigen. Aus diesem Anspruch heraus wurde 2006 der Deutsche Kulturförderpreis ins Leben gerufen.
Seither zeichnet er Unternehmen und Stiftungen aus, die mit ihren Projekten zeigen, wie vielfältig und wirkungsvoll Kulturförderung in Deutschland ist – und damit einen wichtigen Beitrag zu einer freien Gesellschaft leisten.
Die Preisträgerunternehmen 2026
BMW Group mit dem Projekt „SPIELART“
Seit über drei Jahrzehnten findet das internationale Theaterfestival »SPIELART« in München statt. Hervorgegangen ist »SPIELART« aus Spielmotor München e. V., einer 1979 von der Landeshauptstadt München und der BMW Group gegründeten gemeinsamen Initiative, die als älteste bestehende Public-Private-Partnership im deutschen Kulturbereich gilt.
Ausgehend von Theater- und Kulturveranstaltungen entwickelte sich das Theaterfestival »SPIELART« zu einer international vernetzten Festivalplattform mit Produktionen aus Süd- und Ostasien, Afrika und Osteuropa. »SPIELART« reflektiert aktuelle gesellschaftliche Diskurse zu Multikulturalität, postkolonialen Perspektiven und globalem Austausch.
Der Film wurde von unserem Kooperationspartner ZDF produziert.
Jurybegründung
Die Jury zeichnet die BMW Group für ihr außergewöhnliches kulturelles Engagement aus, dessen Wirkung weit über den Anspruch formaler Nachhaltigkeit hinausgeht. Seit über fünf Jahrzehnten übernimmt das Unternehmen Verantwortung für Kunst und Kultur und hat mit der Gründung von Spielmotor München e. V. gemeinsam mit der Landeshauptstadt München eine der ältesten und verlässlichsten Public-Private-Partnerships im deutschen Kulturbetrieb etabliert.
Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg ermöglicht die BMW Group mit dem internationalen Theaterfestival SPIELART kontinuierlich Strukturen, die nicht auf kurzfristige Strahlkraft, Marketingeffekte oder Außenwirkung zielen, sondern gesellschaftliche Relevanz, künstlerische Qualität und internationale Vernetzung voranstellen. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wurde dieses Engagement konsequent fortgeführt. Eine solch außergewöhnliche Beständigkeit belegt nicht nur ein hohes Maß an gesellschaftlicher und kommunaler Verantwortung, sondern auch unternehmensinterne Strukturen, in denen das Verständnis für die Bedeutung von Kunst und Kultur für eine offene Gesellschaft fest verankert ist.
G.A. Röders GmbH & Co. KG mit dem Projekt „Kultur in der Kleinstadt, kleine Kulturstadt“
G.A. Röders verbindet auf besondere Weise Industrie und Kultur im Herzen der Stadt: Stadt und Unternehmen prägen sich gegenseitig und schaffen ein lebendiges Miteinander. Dies zeigt sich exemplarisch in Ausstellungen wie der von Professor Rentmeister, in Veranstaltungen in der Gießereihalle sowie in der gezielten Förderung von Künstlern im Umfeld des Unternehmens.
Der Film wurde von unserem Kooperationspartner ZDF produziert.
Jurybegründung
Die Jury würdigt mit dieser Auszeichnung das außergewöhnliche kulturelle Engagement der G.A. Röders GmbH. Hier zeigt sich, dass es weder der Strukturen eines Großkonzerns noch hoher finanzieller Mittel bedarf, um Kultur wirksam zu fördern. Entscheidend sind Haltung, Kontinuität und persönliches Engagement – und genau das verkörpert dieses familiengeführte mittelständische Unternehmen.
In einer für viele ländliche Regionen exemplarischen Stadt wie Soltau, in der es an gewachsener, reichhaltiger Kulturlandschaft fehlt, entfaltet das unternehmerische Engagement des Unternehmens eine besondere Wirkung: Produktionsräume werden mutig als Orte für Kunst, Musik, Theater und kulturelle Experimente geöffnet. Künstlerinnen und Künstler finden hier nicht nur Auftrittsorte, sondern langfristige Unterstützung, Wohnraum und echte Zusammenarbeit – auch mit den Auszubildenden des Unternehmens.
Das Engagement setzt ein starkes Zeichen mit Vorbildcharakter für die Kraft des Einzelnen und die Möglichkeiten zur Übernahme von Verantwortung lokaler Unternehmen.
Kulturhauptstadt-Sparkasse Chemnitz mit der Unterstützung von Projekten im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres „Chemnitz 2025: Kulturhauptstadt Europas“
Chemnitz und die Region trugen 2025 den Titel "Kulturhauptstadt Europas". Die Sparkasse hat die Bewerbung, die Vorbereitung und Durchführung mit getragen. Sie hat über 100 Projekte gefördert und unzählige eigene organisiert.
Auch nach dem offiziellen Kulturhauptstadt-Jahr setzt sie ihre Förderung fort. Die Sparkasse ist u. a. Partner des „Theater der Welt“ (Deutschlands größtes internationales Festival für zeitgenössische Bühnenkunst) und des Kunstfestivals „Begehungen“. Sie unterstützen die kostenfreien Kultur-Stadtführungen, die seit 2025 Besucher durch Chemnitz führen. Und sie fördern das 2025 neu eröffnete Karl Schmidt-Rottluff-Museum mit weiteren Maßnahmen.
Der Film wurde von unserem Kooperationspartner ZDF produziert.
Jurybegründung
Die Jury zeichnet die Sparkasse Chemnitz stellvertretend für das herausragende kulturelle Engagement der Sparkassen aus, die bundesweit ein tief verankertes Verständnis für die Relevanz von Kunst und Kultur beweisen und zu den tragenden Säulen der kulturellen Infrastruktur zählen. Gerade in Ostdeutschland, wo diese Verantwortung oft von nur wenigen Akteuren getragen wird, sind sie vielerorts unverzichtbare und verlässliche Förderer.
Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 hat die Sparkasse Chemnitz die Bewerbung, Vorbereitung und Umsetzung maßgeblich vorangetrieben und mit der Förderung beeindruckend vieler Projekte sowie eigener Initiativen zur nachhaltigen Verankerung kultureller Vielfalt in Stadt und Region beigetragen. Besonders auszeichnungswürdig ist, dass dieses Engagement auch über das Kulturhauptstadtjahr hinaus fortgesetzt wird – etwa durch die Unterstützung internationaler Festivals, kostenfreier Kulturangebote und zentraler kultureller Einrichtungen. Vor dem Hintergrund der Ereignisse von 2018 setzt das Engagement der Sparkasse Chemnitz damit ein bewusstes und wichtiges Signal: Kultur wird als Kraft der Verständigung, der Selbstvergewisserung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts verstanden. Die Jury würdigt nicht ein einzelnes Ereignis, sondern eine Überzeugung: langfristige, regionale Verantwortung für lebendige Kultur und eine offene Gesellschaft.
Preisverleihung in Hamburg

Bilder der feierlichen Preisverleihung bei der Hapag-Lloyd AG in Hamburg finden Sie hier: zur Bildergalerie.
Für den Deutschen Kulturförderpreis 2026 waren außerdem nominiert
Gemeinsam mit unseren Medienpartnern Handelsblatt und ZDF wählte der Kulturkreis auch in diesem Jahr aus den zahlreichen eingegangenen Bewerbungen 15 Unternehmen und Stiftungen aus. Sie überzeugen mit herausragender Kreativität, Relevanz und Innovationskraft und ziehen damit in die Finalrunde ein.
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brueder coop mit dem Projekt „Indiecon Independent Publishing Festival“
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Dorit & Alexander Otto Stiftung mit dem Projekt „Modernisierung des Staatlichen Museums Schwerin“
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DRK Kliniken Berlin Westend mit dem Projekt „Kunst-Krankenhaus: Kunst und Gesundheit im Dialog“
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enviaM-Gruppe mit dem Projekt „enviaM-BANDS ON STAGE“
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Fritz Henkel Stiftung mit dem Projekt „DEIN Kunstpalast“
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Kunststiftung DZ BANK mit dem Projekt „Zukunft wagen – Demokratie gestalten“
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Leica Camera AG mit dem Projekt „Leica Oskar Barnack Award“
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PArt Ventures GmbH / PArt Foundation mit dem Projekt „Künstler im Klassenzimmer“
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SRH Holding in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim mit dem Projekt „Mannheimer Reden“
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Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West mit dem Projekt „Sparda Jazz Award“
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Volksbank in Ostwestfalen mit dem Projekt „Sound Collection“
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Volksbank Kraichgau Stiftung mit dem Projekt „Pausenhof-Poeten“
Transparente Auswahl durch eine Expertenjury
In einem zweistufigen Juryprozess werden Nominierte ausgewählt, aus deren Kreis die Finaljury bis zu drei Preisträgerunternehmen und -stiftungen kührt.
Nominierungskomitee 2026
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Rodger Masou, Kulturkreis der deutschen Wirtschaft
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Martin Knobbe, Handelsblatt
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Vivian Perkovic, Zweites Deutschen Fernsehen
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Dr. Claudia Schmidt-Matthiesen, Deutsche Bank AG, MItglied im Arbeitskreis Kulturförderung im Kulturkreis

Finaljury 2026
Im April kam die Finaljury in Berlin zusammen, um sich über die 15 nominierten Projekte zu beraten und die Preisträgerunternehmen zu bestimmen.

Die Finaljury setzt sich in diesem Jahr zusammen aus:
- Dr. Paul-Bernhard Kallen (Juryvorsitz), Kulturkreis der deutschen Wirtschaft
- Anja Fix, Zweites Deutsches Fernsehen
- Martin Knobbe, Handelsblatt
- Dr. Claudia Schmidt-Matthiesen, Deutsche Bank AG, Mitglied im Arbeitskreis Kulturförderung im Kulturkreis
- Tamina Amadyar, Kunstschaffende
- Dr. Winrich Hopp, Berliner Festspiele
- Dr. Christine Regus, Kulturstiftung der Länder
- Katharina Schultens, Haus für Poesie
- Denise Solmaz, Alumna Kulturkreis Stipendium
Nähere Informationen zu den Juryteilnehmenden finden Sie hier.
Starke Partner seit 2006
Als einer der größten öffentlich-rechtlichen Sender Deutschlands bietet das ZDF enorme mediale Reichweite und sorgt dafür, dass ausgezeichnetes Kulturengagement bundesweit sichtbar wird.
Das Handelsblatt als führende deutsche Wirtschafts- und Finanzzeitung verleiht dem Preis zusätzlich Relevanz im wirtschaftlichen Umfeld und stellt sicher, dass Kulturförderung auch in Unternehmen und Stiftungen die Aufmerksamkeit erhält, die sie verdient.
Sehen Sie hier die Handelsblatt-Berichterstattung 2025: Nominierte & Preisträger

Hapag-Lloyd AG – Gastgeber der Preisverleihung 2026
Die Hapag-Lloyd AG, eines der weltweit führenden Logistik- und Transportunternehmen, stellt in diesem Jahr ihre beeindruckenden Räumlichkeiten in Hamburg für die feierliche Preisverleihung des Deutschen Kulturförderpreises 2026 zur Verfügung. Treffen Sie an diesem besonderen Abend Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Wirtschaft und werden Sie Teil dieses einzigartigen Netzwerks.
Ausschreibung & Bewerbung 2026
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Start: 03. November 2025
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Bewerbungsfrist: Sonntag, 22. Februar 2026
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Preisverleihung: 11. Juni 2026 bei Hapag-Lloyd AG in Hamburg (Wir bitten Sie, sich diesen Termin für den Fall einer Nominierung freizuhalten!)
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Informationen zu den Bewertungskriterien und Regularien finden Sie hier.
Das aktuelle Ausschreibungsdokument mit allen weiteren Informationen finden Sie hier.
Sie arbeiten in einer Kulturinstitution?
Dann sagen Sie Danke und geben Sie die Ausschreibungsunterlagen gern an Ihre Förderer weiter!

Inspiration aus den letzten Jahren
Lernen Sie die Preisträgerunternehmen und -stiftungen der vergangenen Jahre kennen und entdecken Sie, wie vielfältig und wirkungsvoll Kulturförderung sein kann.
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Kontakt
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Bei Fragen zu Bewerbung und Wettbewerb:
Lara Stahnke
+49 30 2028-1406
l.stahnke@kulturkreis.eu
Bei Fragen zum Kulturkreis:
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d.wolf@kulturkreis.eu




