Architekturpreis der deutschen Wirtschaft 2025/2026

Architekturpreisträgerin 2026 ist Fitore Delija 

Das Wettbewerbsprofil

© Ruth Martin, Malte Grobenstieg

Seit 2025 zeichnet der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft mit einem neuen Wettbewerbsprofil Masterabschlussarbeiten aus deutschen Universitäten aus, die sich mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinandersetzen und dafür innovative, kreative und zukunftsgerichtete Lösungen vorschlagen.  

Neben einem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro erhalten die Preisträger:innen die Möglichkeit, ihre Herangehensweise zu präsentieren: In öffentlichen Diskussionsformaten mit renommierten Partnern können sie ihre gestalterische und architektonische Haltung zu gesellschaftlichen Fragestellungen verdeutlichen.

Zudem ermöglicht der Preis den Nachwuchstalenten an einer selbstgewählten Forschungsreise oder einem Fortbildungsprogramm teilzunehmen, um die beruflichen und fachlichen Kompetenzen weiterzuentwickeln.


Fitore Delija gewinnt den Architekturpreis der deutschen Wirtschaft 2026

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft hat den Architekturpreis der deutschen Wirtschaft 2026 vergeben: Aus zehn Nominierten wurde die Nachwuchsarchitektin Fitore Delija (TU Darmstadt) für ihre Masterarbeit „Geschichte als Haus | Haus als Geschichte“, entstanden am Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetypologie unter der Leitung von Professorin Elke Reichel, ausgezeichnet.

Auszug aus der Jurybegründung:

„Die Arbeit zeichnet sich durch eine unnachahmliche Ausdrucksstärke ihrer analytischen und insbesondere skizzenartigen Storyboards sowie durch handwerklich sauber und präzise entwickelte Zeichnungen und Modelle aus. Diese erfrischende und neugierig machende Herangehensweise eröffnet einen neuen Zugang zum Umgang mit identitätsstiftender Architektur der 60er- und 70er-Jahre. Zugleich richtet sie sich an die Bevölkerung des Frankfurter Westends, eröffnet Perspektiven für bezahlbare Nutzungen und formuliert gesellschaftsrelevante Impulse für einen beliebten Stadtteil – jenseits üblicher kommerzieller Verwertungslogiken.“ 

Die Jurybegründung in voller Länge finden Sie hier.


Über Fitore Delija und den Entwurf „Geschichte als Haus I Haus als  Geschichte“

Fitore Delija (*1999 in Stuttgart) studierte Architektur an der Technischen Universität Darmstadt und schloss dort Bachelor und Master mit herausragender Abschlussnote ab. Praxiserfahrungen sammelte sie unter anderem in Florenz, Brüssel und in verschiedenen Architektur- und Gestaltungsbüros. In ihrer Arbeit verbindet sie architektonische Präzision mit gesellschaftlicher Verantwortung. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen Umbaukultur, Leerstand und die Weiterentwicklung des Gebäudebestands. Ihre Projekte zeichnen sich durch eine sensible Auseinandersetzung mit Ort, Nutzung und sozialem Kontext aus.

„Geschichte als Haus I Haus als  Geschichte“

Am Beispiel des ehemaligen Universitätscampus Bockenheim untersucht sie, wie Architektur als kollektiver Prozess gedacht werden kann. Zwischen Abriss, Leerstand und investorengetriebener Stadtentwicklung entwickelt sie Perspektiven für bezahlbare, gemeinschaftliche Nutzung und eine Baukultur mit gesellschaftlicher Verantwortung.


Präsentation der Shortlist 2026

Am 9. Juni 2026 kamen die zehn Kandidat:innen der Shortlist des Architekturpreises der deutschen Wirtschaft im Rahmen der Endjury bei Kienbaum Consultants International in Berlin zusammen. 

In der Bildergalerie erhalten Sie spannende Einblicke.


Die Auslobung 2026

Die Auslobung mit allen Informationen zum Wettbewerbsverfahren, Timings und Details zu den einzureichenden Unterlagen finden Sie hier

Die Beurteilungskriterien

  • Innovationskraft: Kreative und  zukunftsgerichtete Lösungen zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen

  • Gestalterische und architektonische Exzellenz: Qualität der Konzeption, Entwurf und  Darstellung

  • Gesellschaftliche Relevanz und konzeptionelle Stärke: Wirkungspotenzial der Arbeit im gesellschaftlichen Kontext sowie Klarheit und Nachvollziehbarkeit des Konzepts.

  • Architektonische und verbale Ausdrucksstärke: Klarheit und Präzision in der Vermittlung 


Die Jury

Die interdisziplinäre Jury setzt sich in diesem Jahr aus Expert:innen aus folgenden Bereichen zusammen:

  • Architektur

    Jette Cathrin Hopp, Snøhetta

    Prof. Ludwig Wappner, allmannwappner

  • Soziologie

    Prof. Dr. Anna Steigemann, Universität Regensburg

  • Nachhaltigkeit

    Annabelle von Reutern, TOMAS - Transformation of Material and Space

  • Innovative Zukunftslösungen 

    Nils Buschmann, ROBERTNEUN™

  • Sachpreisrichter:innen

    Katja Domschky, ACUBE - Kommunikation, Marketing, Strategie

    Nicole Heptner, JUNG (Förderpartner)

  • Gremium Architektur des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 


Die Shortlist 2026

Aus insgesamt 30 Bewerbungen hat die Jury zehn Arbeiten für die Shortlist ausgewählt, die sich in besonderer Weise durch architektonische Exzellenz, gestalterische Innovation und gesellschaftliche Relevanz hervorheben:

Gemeinsam wachsen – Solidarisches Wohnen für FLINTA* mit Kindern
Pia Brüchner-Hüttemann

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© Pia Brüchner-Hüttemann

(c) Jolan Attia Cantzen

Megastruktur Nixdorf Fabrik - Prototypisches Entwerfen im Bestand
Jolan Attia Cantzen

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Geschichte als Haus | Haus als Geschichte 
Fitore Delija

Weitere Informationen

(c) Fitore Delija

(c) Vanessa Ebert

Thinking with Models
Vanessa Ebert

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Kiruna - Wandel einer Stadt
Jill Celine Kaiser

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(c) Jill Celine Kaiser

(c) Thuy Linh Nguyen 

Raum als Ressource
Thuy Linh Nguyen 

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Reflexion über die bewusste Zerstörung von Gebäuden 
Mariia Pashchenko

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(c) Mariia Pashchenko

(c) Fleur Schulze

"Ausbaden" - Erhalt statt Abriss
Fleur Schulze

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Warenhaus der Wissenschaften 
Roman Stamborski

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(c) Roman Stamborski

(c) Tatsuyuki Suenaga

Relatum - Cultivating Discontinuity
Tatsuyuki Suenaga

Weitere Informationen


Die Longlist 2026

Insgesamt 30 Masterabschlussarbeiten wurden für den Architekturpreis der deutschen Wirtschaft 2026 nominiert. Die weiteren 20 Projekte der Longlist mit weiterführenden Informationen finden Sie unter diesem Link.


Termine

Nominierung durch die Universitäten
Bis 14. April 2026

Einreichung der Unterlagen (Vorjury)
Bis 30. April 2026

Vorjury (digital)
20. Mai 2026

Endjury (persönliche Präsentation in Berlin)
9. Juni 2026

Feierliche Preisverleihung im Rahmen der Kulturkreis-Jahrestagung
Vorauss. 9. Oktober 2026

Beginn des Förderzeitraums
Ab November 2026



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