KALEIDOSKOP - 
Förderpreis für kulturelle Vielfalt

2026

In einer vielfältigen Gesellschaft braucht es Orte und Projekte, die Begegnung ermöglichen, Dialog fördern und gegenseitigen Respekt stärken. Gerade dort, wo unterschiedliche Lebensrealitäten aufeinandertreffen, entsteht Potenzial für neue Perspektiven – wenn Austausch gestaltet wird. Die verbindende Kraft von Kunst und Kultur spielt dabei eine zentrale Rolle. 

Hier setzt KALEIDOSKOP an: Ziel ist es, die gesellschaftliche Wirkung von Kunst und Kultur ins Zentrum zu setzen und in konkreten Kooperationen wirksam werden zu lassen. So kann kulturelle Teilhabe unterstützt und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden. 


Die Gewinner:innen 2026

Mit dem Förderpreis „KALEIDOSKOP – Förderpreis für kulturelle Vielfalt“ zeichnen der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft und die TARGOBANK drei herausragende Kooperationen aus, die zeigen, wie künstlerische Praxis und soziale Arbeit zusammenwirken, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Insgesamt werden 100.000 Euro Fördermittel an diese drei Projekte vergeben, die neue Wege für Teilhabe, Begegnung und kulturelle Mitgestaltung eröffnen:

KuKst Du Erzählcafé, Duisburg (DU_Kultur|en-Award, 20.000 Euro)

Im Internationalen Zentrum Duisburg entsteht ein Ort, an dem Erinnerungen öffentlich werden: Menschen mit unterschiedlichen Lebens- und Migrationsgeschichten kommen regelmäßig zusammen, erzählen, hören zu und setzen ihre Erfahrungen in künstlerische Formate um. Aus Gesprächen werden Audioformate, aus persönlichen Geschichten eine wachsende, vielstimmige Stadtchronik – zugänglich vor Ort und digital. So entsteht ein Raum, der Austausch ermöglicht und die Vielfalt urbaner Erfahrungen sichtbar macht.

Partner:innen:

Internationales Zentrum Duisburg (IZ), lokale Kultur- und Sozialinitiativen

Da müssen wir gemeinsam durch – Das Barbaraviertel, Neuss – mit 30.000 Euro

Ein Stadtteil erzählt sich neu: Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern entwickelt das Theater am Schlachthof einen künstlerischen Rundgang durch das Neusser Barbaraviertel. Ausgangspunkt sind persönliche Geschichten und Perspektiven aus dem Quartier, die in szenische Formate übersetzt werden. In einem Umfeld, in dem es nur wenige Orte für gemeinschaftliches Miteinander gibt, stärkt das Projekt gezielt kulturelle Anlaufstellen und schafft neue Räume für Austausch. Der so entstehende Stadtteilrundgang macht verborgene Orte sichtbar, eröffnet neue Blickwinkel – und bringt Menschen miteinander ins Gespräch, die bislang wenig Berührungspunkte hatten.

Partner:innen:

Theater am Schlachthof Neuss, Bewohner:innen und lokale Initiativen im Barbaraviertel

go(o)d kitchen, Oberhausen (50.000 Euro)

In Oberhausen wird die Tafel zum Treffpunkt: Die go(o)d kitchen verbindet gemeinsames Kochen mit Formaten aus Musik, Performance und Raumgestaltung. Im Austausch entstehen unter anderem Jam Sessions und offene Bühnenformate, die von den Teilnehmenden selbst entwickelt werden. Das Projekt knüpft an die Biennale MANIFESTA an und verhandelt auch Fragen von Architektur und Umnutzung – etwa im Umgang mit ehemaligen Kirchenräumen. So treffen verschiedene künstlerische Sparten aufeinander und verdichten sich zu einem gemeinschaftlich getragenen Ort, der insbesondere Menschen in prekären Lebenssituationen anspricht.

Partner:innen:

Oberhausener Tafel, kitev – Kultur im Turm


Die Preisverleihung

Am Samstag, den 13. Juni wurde im Rahmen des DU_Kultur|en_Festivals der Förderpreis KALEIDOSKOP verliehen. Die drei ausgezeichneten Projekte wurden auf der großen Bühne feierlich gewürdigt – in Anwesenheit der Jurymitglieder Dr. Christian Esch, Aslı Sevindim und Tine Vogt. 

Eindrücke der Preisverleihung finden Sie in unserer Bildergalerie.


 

Die Auswahlkriterien

Die Auswahl der geförderten Projekte erfolgt durch eine unabhängige Fachjury. Im Mittelpunkt stehen Vorhaben, die künstlerische Qualität mit gesellschaftlicher Relevanz überzeugend verbinden und das Potenzial haben, nachhaltige Wirkung zu entfalten.

Wer wird gefördert:

  • Gefördert werden Projekte mit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen einem künstlerischen Partner und einer sozialen Einrichtung.
  • Beide Seiten müssen ihre jeweiligen Kompetenzen klar einbringen und die Kooperation inhaltlich tragfähig gestalten.
  • Kultur soll nicht isoliert gedacht, sondern als verbindende Kraft begriffen werden – als Raum für Begegnung, Teilhabe und Dialog.
  • Projekte, die (neue) Allianzen ermöglichen, unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und konkrete gesellschaftliche Wirkung entfalten.

Diese Aspekte spielen eine zentrale Rolle:

  • Eine nachvollziehbare gesellschaftliche Zielsetzung des Projekts
  • Qualität und Professionalität der künstlerischen Umsetzung
  • Reichweite und Zugänglichkeit für die definierte Zielgruppe
  • Eine plausible und transparente Projekt- und Finanzplanung
  • Sowie das Potenzial, Impulse über das konkrete Projekt hinaus zu setzen

Die Bewerbung

Eine Bewerbung war direkt über unser Online-Formular möglich. 

Das Bewerbungsformular

Die einzureichenden Unterlagen waren gefordert:

  • Projektbeschreibung: Darstellung der Projektidee, Zielgruppe, Kooperationspartner und der geplanten gesellschaftlichen Wirkung
  • Finanzierungsplan: Transparente Darstellung der beantragten Förderhöhe und der geplanten Mittelverwendung. Dafür bitten wir, die angegebene Vorlage zu verwenden: Vorlage Kosten- und Finanzierungsplan
  • Angabe, auf welche der drei Förderhöhen sich das Projekt bewirbt (50.000 Euro, 30.000 Euro, 20.000 Euro mit Wirkung in Duisburg)
  • Nachweis der Gemeinnützigkeit
  •  
  • Bewerbungsschluss war am 26. April 2026

Die Jury

Die Fachjury wurde durch den Kulturkreis berufen und besteht aus Expert:innen aus dem sozialen und kulturellen Bereich sowie aus Personen mit Erfahrung in der Arbeit mit den jeweiligen Zielgruppen. Ergänzt wird die Jury durch eine Vertreterin des Förderpartners TARGOBANK sowie einen Vertreter des Kulturkreises:

Mechthild Eickhoff, Geschäftsführerin Fonds Soziokultur
Dr. Christian Esch, Kulturmanager, Direktor NRW KULTURsekretariat a.D.
Krystian Lada, Programmdirektor Ruhrtriennale
Louwrens Langevoort, Kulturmanager
Rodger Masou, Geschäftsführer Kulturkreis der deutschen Wirtschaft
Kathleen Rahn, Direktorin Marta Herford
Aslı Sevindim, Integrationsbeauftragte NRW
Tine Vogt, Geschäftsleitung TARGOBANK Kundencenter Standort Duisburg

Nähere Informationen zu den Juryteilnehmenden finden Sie hier


Informationsveranstaltungen

Um interessierten Akteur:innen die Förderinitiative näher vorzustellen und offene Fragen zur Bewerbung zu klären, haben wir zwei Informationsveranstaltungen angeboten:

  • Digitale Informationsveranstaltung am 9. April 2026 von 14 bis 15 Uhr
  • Informationsabend in Düsseldorf am 14. April 2026 von 16.30 bis 18.30 Uhr im Theatermuseum Düsseldorf, der zudem Raum für Austausch und Vernetzung zwischen potenziellen Kooperationspartnern bot.
     

Digitale Sprechstunde


Bei konkreten Fragen zur Förderung, zu den Bewerbungsunterlagen sowie zum Ablauf des Auswahlverfahrens konnte ein digitaler Termin bei Dr. Alexandra Schildhauer direkt über das System gebucht werden.

Die Ausschreibung

Die gesamte Ausschreibung gibt es hier als Download.

 

FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen wurden in unserem FAQ beantwortet.


Der zeitliche Ablauf

  • Ausschreibungsstart: 23. März 2026
  • Digitale Sprechstunde: 9. April 2026
  • Infoabend in Düsseldorf: 14. April 2026
  • Bewerbungsschluss: 26. April 2026
  • Jurysitzung: Mai 2026
  • Preisverleihung in Duisburg: 13. Juni 2026

Der Förderpartner TARGOBANK

Die TARGOBANK ist Teil der TARGO Deutschland GmbH und verfügt über knapp 100 Jahre Erfahrung auf dem deutschen Bankenmarkt. Sie betreut rund 4 Millionen Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden.

Das Angebot für Privatkund:innen umfasst Konten und Karten, Kredite, Angebote zur Geld- und Vermögensanlage sowie Versicherungen (über die ACM Deutschland). Angebote für Geschäfts- und Firmenkunden ergänzen das Geschäftsmodell, darunter eine Autobank. Über Corporate Banking bietet die TARGOBANK Unternehmens- und Sonderfinanzierungen für den gehobenen Mittelstand sowie Finanzierungslösungen in den Bereichen Factoring, Leasing und Investitionsfinanzierung.

Um nah an ihren Kund:innen zu sein, betreibt die TARGOBANK rund 340 Standorte in mehr als 250 Städten in Deutschland Standorte und ist online sowie telefonisch 24/7 erreichbar. 

Hauptsitz der TARGOBANK ist Düsseldorf. Deutschlandweit beschäftigt sie 7.700 Mitarbeiter:innen. Davon sind rund 3.000 in Duisburg beschäftigt, wo das Kundencenter und die IT angesiedelt sind. Hinzu kommen Büros in Mainz (Factoring) und Frankfurt (TARGOBANK Corporate Banking).

Die TARGO Deutschland GmbH ist eine Tochter der genossenschaftlichen Crédit Mutuel Alliance Fédérale, einer der größten und finanzstärksten Banken Europas.


Ihre Ansprechpartnerinnen 

Allgemeine Fragen zu KALEIDOSKOP, der Bewerbung und für andere Themen können Sie jederzeit eine E-Mail an kaleidoskop@kulturkreis.eu richten.

Dr. Alexandra Schildhauer

Sarah Vogt