Deutscher Kulturförderpreis 2026 - die Nominierten

Gemeinsam mit unseren Medienpartnern Handelsblatt und ZDF wählte der Kulturkreis auch in diesem Jahr aus den zahlreichen eingegangenen Bewerbungen 15 Unternehmen und Stiftungen aus. Sie überzeugen mit herausragender Kreativität, Relevanz und Innovationskraft.

In diesem Jahr sind folgende Unternehmen und Stiftungen nominiert:

©Tobias Zangl

BMW Group mit dem Projekt „SPIELART

Seit über drei Jahrzehnten findet das internationale Theaterfestival SPIELART in München statt. Hervorgegangen ist SPIELART aus Spielmotor München e.V., einer 1979 von der Landeshauptstadt München und der BMW Group gegründeten gemeinsamen Initiative, die als älteste bestehende Public-Private-Partnership im deutschen Kulturbereich gilt. Ausgehend von Theater- und Kulturveranstaltungen entwickelte sich das SPIELART Theaterfestival zu einer international vernetzten Festivalplattform mit Produktionen aus Süd- und Ostasien, Afrika und Osteuropa. SPIELART reflektiert aktuelle gesellschaftliche Diskurse zu Multikulturalität, postkolonialen Perspektiven und globalem Austausch.


brueder coop mit dem Projekt „Indiecon Independent Publishing Festival

Die Indiecon ist ein unabhängiges Verlagsfestival und eine Konferenz für Print- und Digitalmedien, die 2014 ins Leben gerufen wurde. Die Non-Profit-Veranstaltung bringt Verleger aus aller Welt zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln.

©Idiecon Festival


©Dorit & Alexander Otto Stiftung

Dorit & Alexander Otto Stiftung mit dem Projekt „Modernisierung des Staatlichen Museums Schwerin

Die Stiftung hat mit ihrer Förderung die Museumsmodernisierung erst möglich gemacht. Die Räume erstrahlen im neuen Glanz, die Ausstellungsfläche wurde erweitert und die Funktionalitäten modernisiert. Alexander Ottos Unternehmen ECE war für die Projektsteuerung verantwortlich. Zudem ermöglicht die Stiftung gemeinsam mit dem Land die nächsten vier Jahre freien Eintritt.


DRK Kliniken Berlin Westend mit dem Projekt „Kunst-Krankenhaus: Kunst und Gesundheit im Dialog

Seit über 20 Jahren verankern die DRK Kliniken Berlin Westend museale Gegenwartskunst im laufenden Klinikbetrieb – auf Stationen, in Wartebereichen, Aufgängen und der denkmalgeschützten Parkanlage. Das Krankenhaus wird als ebenso eigenständiger wie außergewöhnlicher Ausstellungsort verstanden – mit erstklassiger Kunst von international renommierten Künstlern und spannenden Newcomern.

Damit leisten die DRK Kliniken Berlin Westend Pionierarbeit im Feld „Arts in Health/Social Prescribing" – lange bevor Konzepte wie „Kunst/Museum auf Rezept“ breit diskutiert wurden. Träger des Kulturprogramms sind zwei von den DRK Kliniken Berlin Westend geförderte Institutionen: der Verein KUNST im WESTEND e.V. im Innenbereich der Klinik seit 2002 und die FIGUREN IM PARK – Stiftung von Heidi und Dieter Brusberg mit den DRK Kliniken Berlin Westend auf der historischen Parkanlage, seit 2009.

©Andrea Katheder


©enviaM-Gruppe

enviaM-Gruppe mit dem Projekt „enviaM-BANDS ON STAGE

Mit enviaM-BANDS ON STAGE etabliert enviaM seit 2022 eine professionelle Wettbewerbs- und Förderplattform für junge Nachwuchsbands in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Der jährlich stattfindende Open-Air-Contest bietet Musikerinnen und Musikern ohne Label oder Management die Möglichkeit, ihre Musik unter professionellen Bedingungen live zu präsentieren und sich dem qualifizierten Urteil einer Fachjury sowie dem Publikum zu stellen. Preisgelder, Workshops, Coachings und Festivalauftritte schaffen konkrete Entwicklungsperspektiven über den Wettbewerb hinaus. So investiert enviaM nachhaltig in kulturelle Teilhabe, künstlerische Qualität und die Zukunft der regionalen Musikszene.


Fritz Henkel Stiftung mit dem Projekt „DEIN Kunstpalast

DEIN Kunstpalast öffnet sozial benachteiligten Stadtteilen den kostenfreien Zugang zu Kunst und schafft durch familienfreundliche Abendveranstaltungen und partizipative Formate neue Begegnungsräume. Das Projekt baut kulturelle Barrieren nachhaltig ab und stärkt gesellschaftliche Teilhabe, was durch begleitende Forschung der Heinrich‑Heine‑Universität bereits bestätigt wird. Mit bis zu 400 Besucher:innen pro Veranstaltung und ersten Übertragungen auf andere Museen zeigt es hohe Wirksamkeit und Modellcharakter.

©Fritz Henkel Stiftung


©Rentmeister

G.A.Röders GmbH & Co. KG mit dem Projekt „Kultur in der Kleinstadt, kleine Kulturstadt

G.A. Röders verbindet auf besondere Weise Industrie und Kultur im Herzen der Stadt: Stadt und Unternehmen prägen sich gegenseitig und schaffen ein lebendiges Miteinander. Dies zeigt sich exemplarisch in Ausstellungen wie der von Professor Rentmeister, in Veranstaltungen in der Gießereihalle sowie in der gezielten Förderung von Künstlern im Umfeld des Unternehmens.


Kunststiftung DZ BANK mit dem Projekt „Zukunft wagen – Demokratie gestalten

Mit dem langfristigen Format »Zukunft wagen – Demokratie gestalten« lädt die Kunststiftung DZ BANK Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen aus allen Stadtteilen Frankfurts ein, mit Personen der Öffentlichkeit über aktuelle und gesellschaftsrelevante Themen ins Gespräch zu kommen. Aus der Rezeption der Kunstwerke entwickeln die Lernenden in Workshops gesellschaftliche Fragestellungen sowie Zukunftsvisionen und moderieren im Anschluss eine Diskussion. Die Auseinandersetzung mit den Kunstwerken befähigt sie dazu, kritisch zu denken und Fragen zu formulieren, mit denen sie ihren Interviewpartnerinnen und -partnern auf Augenhöhe begegnen.

©DZ Bank


©Leica

Leica Camera AG mit dem Projekt „Leica Oskar Barnack Award

Der Leica Oskar Barnack Award (LOBA) ist ein international renommierter Fotopreis, der herausragende dokumentarische Arbeiten auszeichnet, die das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt reflektieren. Benannt nach dem Leica-Pionier Oskar Barnack, fördert das Projekt fotografische Positionen mit gesellschaftlicher Relevanz und langfristiger Perspektive. Neben der Preisvergabe versteht sich der Award als Plattform für Sichtbarkeit, Austausch und nachhaltige Förderung zeitgenössischer Fotografie auf globaler Ebene.


PArt Ventures GmbH / PArt Foundation mit dem Projekt „Künstler im Klassenzimmer

Künstler im Klassenzimmer ist ein Projekt von PArt Education, eine Initiative der PArt Foundation, das zeitgenössische Kunst direkt in den Unterricht bringt. Künstlerinnen und Künstler verschiedener Disziplinen arbeiten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern an individuellen Kunstprojekten und geben Einblicke in ihre Arbeitsweisen und Schaffensprozesse. Sie begleiten Jugendliche dabei, eigene künstlerische Antworten auf persönliche, gesellschaftliche oder aktuelle Fragestellungen zu finden.

©Rene Spiegelberger


©Michael Birkner

Sparkasse Chemnitz mit der Unterstützung von Projekten im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres „Chemnitz 2025: Kulturhauptstadt Europas

Chemnitz und die Region trugen 2025 den Titel "Kulturhauptstadt Europas". Als Sparkasse haben wir die Bewerbung, die Vorbereitung und Durchführung mit getragen. Wir haben über 100 Projekte gefördert und unzählige eigene organisiert.

Auch nach dem offiziellen Kulturhauptstadt-Jahr setzen wir unsere Förderung fort. Wir sind u. a. Partner des „Theater der Welt“ (Deutschlands größtes internationales Festival für zeitgenössische Bühnenkunst) und des Kunstfestivals „Begehungen“. Wir unterstützen die kostenfreien Kultur-Stadtführungen, die seit 2025 Besucher durch Chemnitz führen. Und wir fördern das 2025 neu eröffnete Karl Schmidt-Rottluff-Museum mit weiteren Maßnahmen (zum Beispiel übernehmen wir am Ostersonntag den Eintritt für Besucher).


Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West mit dem Projekt „Sparda Jazz Award

Der Sparda Jazz Award ist ein bundesweit ausgeschriebener Nachwuchswettbewerb der Stiftung der Sparda-Bank West zur gezielten Förderung junger Jazzmusizierender im Alter von 16 bis 29 Jahren. Seit 2012 bietet der Award talentierten Solisten und Bands eine professionelle Bühne, finanzielle Unterstützung und nachhaltige Sichtbarkeit. Ziel der Sparda-Stiftung ist es, den Jazznachwuchs mit langfristigem Engagement zu fördern, künstlerische Innovation aktiv zu unterstützen und so zu Offenheit und kultureller Vielfalt in unserer Gesellschaft beizutragen.

©Manuel Thomé


©Natalie Grebe

SRH Holding in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim mit dem Projekt „Mannheimer Reden

2017 wurden die "Mannheimer Reden" als gemeinsames Projekt des gemeinnützigen Stiftungskonzerns SRH und des Nationaltheaters Mannheim ins Leben gerufen. Unter Beteiligung renommierter Redner:innen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kunst und Kultur laden die Mannheimer Reden dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt gelingen kann. Anstoß gaben der damalige Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag, die Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident sowie die umstrittenen Justizreformen in Polen. Die Veranstaltungsreihe hat sich binnen kürzester Zeit als ein wichtiges Forum und „Erfolgsformat“ (Zitat Mannheimer Morgen) für den Austausch und die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Themen unserer Gegenwart etabliert.


Volksbank in Ostwestfalen mit dem Projekt „Sound Collection

Die Sound Collection lädt dreimal im Jahr kostenlos ins Museum ein und verbindet Kunst mit DJ-Sets in besonderer Atmosphäre.​ ​ Gemeinsam mit der Kunsthalle Bielefeld schaffen wir einen offenen Raum, in dem vor allem junge Menschen Kunst neu entdecken, Barrieren abbauen und miteinander ins Gespräch kommen.​ ​ Als Veranstaltungsformat der Volksbank in Ostwestfalen steht die Sound Collection für echte Begegnungen, kulturelle Teilhabe und unser klares Bekenntnis: Kultur für alle.​

(c) Besim Mazhiqi

©Besim Mazhiqi


Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West mit dem Projekt „Sparda Jazz Award“

Volksbank Kraichgau Stiftung mit dem Projekt „Pausenhof-Poeten“ 

Die Volksbank Kraichgau Stiftung wählt 4-5 Schulen aus und schickt den Poetry Slamer Florian Cieslik für zwei Workshop-Tage in die Klassen. Während des Workshops erarbeitet er mit den SchülerInnen Texte zu einem von der Volksbank Kraichgau Stiftung vorgegebenen Thema und übt mit Ihnen die Performance für den Poetry-Slam-Abend. Jede Klasse wählt ihre Top 3-Texte mit denen sie gegen Klassen anderer Schulen am Poetry-Slam (Live-Veranstaltung) „in den Ring steigen“ und die „Pausenhof-Poeten“ live vom Publikum gewählt werden.


Deutscher Kulturförderpreis 2026 

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