14. Jahrgang (2017/18)

Philipp Bremer

Kurzprofil

Philipp Bremer, 1990 in Hannover geboren, ist fast vollständig im Heiligen Land aufgewachsen. Nach seinem Abitur an einer internationalen Schule begann er an der Universität Mannheim sein Jura-Studium. An der Universität brachte er sich im AStA und im Senat ein, er war lange Mitglied der anglistischen Theatergruppe (ATG) und vertrat Mannheim auch bei einer WorldMUN-Konferenz. Nach seinem Abschluss 2014 blieb er in Mannheim für das Referendariat und spielte weiter Theater. Das Referendariat schloss er 2016 ab. Seine Ausbildung brachte ihn unter anderem nach New York, Brüssel und Berlin. Seit 2017 ist er in Düsseldorf Rechtsanwalt.

Motivation

"Ich wollte immer entweder Diplomat oder Schauspieler werden", sage ich immer, wenn ich gefragt werde. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht wirklich entscheiden konnte, dass ich meistens etwas dazwischen gemacht habe, oft die Möglichkeiten gesucht habe, die beides verbindet. Ein Jahr nach dem anderen habe ich es verpasst, mich beim Bronnbacher Stipendium zu bewerben. Wie gut, dass ich es nun doch gemacht habe. Ich hätte es nicht missen wollen, mit vierzehn wunderbaren Menschen unglaubliche Wochenende zu erleben, Momente, in denen ich herausgefordert werde, lerne, reflektiere, mich intensiv mit Kunst und Kultur auseinandersetzen darf, die Welt umarmen möchte und glücklich bin."


Henning Dieterichs

Kurzprofil

Ich heiße Henning, studiere Informatik, spiele Cello und will die Welt verbessern.

So nennt man mich, so verdiene ich mein Geld, das ist meine Leidenschaft und das ist mein Lebensziel. Ich könnte noch meinen Werdegang skizzieren – geboren in Wolfsburg, aufgewachsen in Braunschweig und dann zum Studium nach Karlsruhe gezogen – oder darüber berichten, was ich schon erreicht habe – Preisträger zahlreicher Jugend forscht- und Programmier-Wettbewerbe oder ein Praktikum bei Microsoft in Redmond.

 Wer aber bin ich abgesehen von diesen langweiligen Oberflächlichkeiten? Wie kann das eine endliche Folge von Wörtern überhaupt verständlich ausdrücken? Vor allem: Wie kann ich das wahrheitsgemäß aufschreiben, wenn ich selbst Autor dieser Zeilen bin? Ich glaube, damit habe ich mich schon besser charakterisiert, als ich es auf direkte Art je hätte tun können..

Motivation

Als amateurhaft ausübender Künstler dreht sich für mich beim Musizieren alles um das Verständnis des Werks und die Perfektion, dieses Verständnis mithilfe des Cellos auszudrücken. Bei dieser Form der Kunst wird man nur selten vor schwierige Entscheidungen gestellt: Entscheidungen, bei denen jeder Pfad bestimmte Unannehmlichkeiten mit sich bringt, das Ende eines Pfades erst bei seinem Beschreiten erkennbar wird und ein Umkehren unmöglich oder zu aufwendig ist, als dass man mehrere Pfade ausprobieren könnte. Beim Entwickeln von Software müssen andauernd solche Entscheidungen getroffen werden: Wähle ich diese Programmiersprache oder jene? Dieses Framework oder jenes? Auch in der schaffenden Kunst vermute ich dieses Problem, nur dass mir die Pfade noch schwieriger vergleichbar vorkommen. Das bewundert mich bei schaffenden Künstlern: Wie entscheiden sie, welchen Pfad sie einschlagen? Wie rechtfertigen sie den ausgewählten Pfad den ausübenden Künstlern oder dem Publikum gegenüber?

Wo es in der Softwareentwicklung eine ganze Reihe von Entwurfsmustern und „Best Practices“ gibt, bin ich mir sicher, dass auch in der Kunst ein gewisses Handwerk existiert, das jeder Künstler beherrschen muss. Aber wie entscheiden Künstler darüber hinaus? Warum wählt ein Komponist diese gut klingende Tonfolge und nicht jene genauso gut klingende? Warum macht der Maler diesen Pinselstrich und nicht jenen, der auch gut passen würde? Warum sind so viele ausübende Musiker so erpicht darauf, die Werke möglichst im Sinne des schaffenden Künstlers aufzuführen – gerade, wenn dieser das Werk anscheinend mit einer gewissen Willkür erschaffen hat?


Anna Hillenbrand

Kurzprofil

Anna Hillenbrand hat an der Universität Mannheim Jura mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsrecht studiert und ihr erstes juristisches Staatsexamen absolviert. Im Anschluss war sie an der Universität Mannheim als akademische Mitarbeiterin tätig und arbeitete an ihrer Promotion. Ihr kulturelles Engagement brachte Anna unter anderem als Kulturreferentin des Allgemeinen Studierendenausschusses ein. Derzeit befindet sie sich im Rechtsreferendariat.

Motivation

Der Splitter in deinem Auge ist das beste Vergrößerungsglas.“ (Theodor W. Adorno)

„Die Beschäftigung mit den bildenden Künsten ist für mich unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens, welcher sich bisher allerdings nicht im Curriculum des Studiums widergespiegelt hat. Das Bronnbacher Stipendium adressiert ausdrücklich den Zusammenhang von Kultur und Wirtschaft, von Kunst und Profession – eine einzigartige Chance in der universitären Landschaft von Initiativen und Förderungen.

Auf der individuellen Ebene finde ich es spannend, wie die Beschäftigung mit künstlerischen Prozessen Anlass zur Selbstreflexion geben kann: Wie weit reichen meine Fähigkeiten? Wie gehe ich mit Scheitern um? Bedarf es meines Einsatzes überhaupt? Worin liegt meine Rolle, woraus folgt die Bedeutung meines Tuns? Wonach soll ich streben? Wie viel Mut habe ich, wie viel Mut brauche ich? Und: Muss ich nicht, um zu verstehen, dort hingehen, wo es weh tut, wo es schwer wird? Das Bronnbacher Stipendium macht insoweit nicht bei den „schönen Künsten“ halt, es sucht den Grenzgang und provoziert auch Fragestellungen, die fordern. Insoweit ist es Splitter im Auge für das eigene Können und Wollen. Mit diesem Vergrößerungsglas erhoffe ich mir neue Impulse und Perspektiven, um meinen eigenen beruflichen und privaten Werdegang zu gestalten.

Kunst kann zudem auf der überindividuellen Ebene Splitter im Auge einer Gesellschaft sein und Brennpunkte freilegen. Als Juristin befasse ich mich täglich mit den Rahmenbedingungen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens. Es ist für mich dabei eine Selbstverständlichkeit, dass Kunst wesentlicher Bestandteil einer pluralistischen, demokratischen Gesellschaft ist. Sie ist überdies nicht nur Teil der öffentlichen Auseinandersetzung, sondern kann für diese Auseinandersetzung eine zentrale Kommunikationsplattform bereithalten. Auch unter diesem Gesichtspunkt erwarte ich mir bereichernden Input durch das Bronnbacher Stipendium."


Xenia Kentz

Kurzprofil

Wirtschaftsingenieurin vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

leidenschaftliche Tänzerin (Ballett), inspiriert durch die „Balletttänzerinnen“ von Edgar Degas; Aufnahme zur professionellen Ausbildung an der New York City Dance School

einjähriger Studienaufenthalt in Barcelona, der meine Begeisterung für Kunst stark prägte, insbesondere in Bezug auf Architektur

geboren in Almaty, aufgewachsen in Karlsruhe mit der europäischen, slawischen und (zentral-)asiatischen Kultur

Motivation

Gerade in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Spannungen bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass Kunst und Kultur essentiell für unsere Gesellschaft sind. Sie bilden etwas, was die Menschen zusammen-, näherbringt und verbindet. Sie sind Träger wichtiger Botschaften, bieten Kommunikationsmöglichkeiten und können so als Instrumente fungieren, um zu lernen, Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven zu sehen und um sie letztendlich zu meistern. Der Austausch mit den Künstlern, die oft intimen Einblicke in ihre kreativen Prozesse und das Eintauchen in ihre Gedankenwelten sind eine ungemeine Inspiration, einen Perspektivwechsel zu wagen und die eigene Kreativität zu erkunden, um sie dann entfalten und wirken zu lassen.


Edgar Kirsch

Kurzprofil

Student im Mannheim Master in Management mit den Schwerpunkten Management und Finance.

Engagement bei der Studenteninitiative Club of Rome

Motivation

Von dem Bronnbacher Stipendium habe ich durch ehemalige Stipendiaten erfahren, und war von der Idee des Stipendiums sehr angetan. Mein Interesse an Kunst war schon gegeben, und die Vorstellung mehrere Wochenenden im Jahr mit Künstlern zu verbringen, die Denk- und Arbeitsweise sowie deren spannende Werdegänge kennenzulernen war für mich sehr schön. Meine bisherigen (sehr spannenden) Wochenenden haben dieser Vorstellung entsprochen, und ich bin sehr froh weitere Wochenenden mitzuerleben und Teil des 14. Jahrgangs zu sein.


Robert Mohr

Kurzprofil

Doktorand am Lehrstuhl für kontinuierliche Optimierung am KIT (Thema: Stochastische Optimierungsverfahren im maschinellen Lernen)

M. Sc. in Wirtschaftsingenieurwesen vom KIT und M. Sc. in Operations Research vom Georgia Institute of Technology (USA)

1. Vorstand und ehrenamtlicher Nachhilfelehrer bei Studenten für Kinder Karlsruhe e.V.

Motivation

Kulturelle Dinge sind für mich ein erfrischender Ausgleich zu meinem Arbeitsalltag. Jedoch empfinde ich gerade die Arbeiten zeitgenössischer Künstler häufig als sehr schwer zugänglich. Die Tatsache, dass ich einige dieser Künstler im Rahmen des Bronnbacher Stipendiums kennenzulernen und mich mit ihnen über ihre Arbeit unterhalten kann, empfinde ich deshalb als großes Glück! 


Johannes Nehen

Kurzprofil

Logistik Berater für Industrie4.0-Lösungen in der Bosch GmbH

Studium zum Wirtschaftsingenieur (MA. Sc.) am KIT)

Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung

Hobby-Sportler, -Fotograf und -Trompeter

Motivation

Konkurrenz oder Gemeinschaft. Kreativität oder produktiver Zeitdruck. Anstrengung oder Gelassenheit.

Zwischen solchen (vermeintlichen) Gegensätzen muss man sich so manches Mal im Leben positionieren. Während des Studiums ist die Gefahr groß, sich in eine einzige Richtung drängen zu lassen. Das Bronnbacher Stipendium schafft es, einen gewagten Gegenpol zu setzen, der mir die Möglichkeit gegeben hat, genau die Aspekte wiederzuentdecken, die im kontinuierlichen Ausbildungs-Wettbewerb manchmal verborgen schienen. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Künstlern und so vielen klugen, inspirierenden Köpfen macht nicht nur Spaß, sondern gibt Kraft, neue Aufgaben entschlossen und ausgeglichen anzugehen.

 Konkurrenz und Gemeinschaft. Kreativität und produktiver Zeitdruck. Anstrengung und Gelassenheit: Selbstverwirklichung.


Rahel Ritz

Kurzprofil

Geboren im Ruhrgebiet, aufgewachsen in Weimar

Bachelor in Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt und Mannheim Master in Management an der Universität Mannheim mit zwei Auslandssemestern in Kanada

Leidenschaft für Yoga, Tanz und Theater

Motivation

Ein wichtiger Faktor, sich für das Bronnbacher Stipendium zu bewerben, war die Möglichkeit, sich neben dem Alltag von Studium und Arbeit, gezielt Freiräume zu suchen und diese zu nutzen, um sich intensiver mit Kunst und Kultur zu beschäftigen. Dies über neun Wochenenden hinweg im beständigen Kreis meiner MitstipendiatInnen zu tun, von denen viele einen anderen akademischen Hintergrund haben als ich, ist wahnsinnig inspirierend und hat bereits jetzt sehr zu meiner persönlichen Weiterentwicklung beigetragen. Anders als im Kunstunterricht zu Schulzeiten, weiß ich es mittlerweile zu schätzen, den Freiraum zu erhalten, sich voll und ganz einer künstlerischen Aufgabe zu widmen; so auch im Bronnbacher Stipendium, wo wir uns nicht nur theoretisch mit Kunst und Kultur beschäftigen, sondern selber ins Schaffen kommen. 


Anthony Saad

Kurzprofil

Geboren im Libanon, hatte Anthony das Glück in einer kulturell offenen und toleranten Familie in der Hauptstadt Beirut aufzuwachsen. Seine Neugier für die Welt, die Menschen, ihre Sprachen und ihre Kultur wurde während der Schuljahre von den Jesuiten gefördert. 2010 verließ er sein Heimatland und ging nach Deutschland, um seine Ziele zu erreichen. Er studierte Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie und schloss sein Masterstudium in 2017 ab.

Motivation

Ich lebe in einer Welt voller Kunst und Kultur, einer Welt, die durstig nach Ausdruck und Äußerung ist, welche am besten durch die Kunst darstellbar sind. Dies hat schon das erste Bronnbacher Wochenende offenbart und ich sah, was für eine wichtige Rolle die Kunst und die Kultur spielen. Vor dem Stipendium dachte ich, dass die Welt grundsätzlich aus Zielen, Anstrengungen und Erfolgen besteht.

Mich fasziniert wie Menschen ihr Leben sehen und aufbauen und ihre Lebensentscheidungen treffen. Dieses große Interesse hat mich dazu bewogen, mich für das Bronnbacher Stipendium zu bewerben, um mit Künstlern in Kontakt zu kommen, sie besser kennenzulernen und die Welt durch ihre Augen zu sehen. Heute kann ich sagen, dass mir das Bronnbacher Stipendium eine Aussichtplattform ist, welche mir während des Stipendiumsjahres das Zusammenspiel zwischen Kunst, Kultur und Wirtschaft als ineinander gewachsene Gebirgskette gezeigt hat. Hätte ich gewusst was für eine wunderschöne Aussicht mich erwartet, hätte ich den Weg genommen und mich beworben? Sicher! Würde ich das nächste Abenteuer zur nächsten Gebirgskette nehmen?


 Christoph-Donatus Sander

Kurzprofil

Referendar am Landgericht Mannheim seit Oktober 2016

Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Mannheim (Unternehmensjurist/1. Staatsexamen)

Als Reserveoffizier der Deutschen Marine regelmäßig in verschiedenen Verwendungen tätig

Motivation

Die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit anderen Menschen, ihren Eindrücken, Erlebnissen und ihren Gedanken war eines der zentralen Elemente meiner häuslichen Prägung. Meine Studienjahre im multikulturellen Mannheim dienten nicht nur meiner beruflichen Ausbildung, sondern waren geprägt von vielen emotionalen und auch sozialen Perspektivwechseln, sei es durch das Reflektieren eigener Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele, sei es durch ehrenamtliches Engagement.

Gleichzeitig tun sich mir hieraus weitere Gedanken und Fragen auf, insbesondere die nach der eigenen Kultur und Identität sowie deren Zukunft. Ich nehme an dem Bronnbacher Stipendium teil, weil ich diese Art der Auseinandersetzung fortsetzen und um den Erwerb kultureller Bildung im Austausch mit anderen erweitern möchte. Die bisherigen Wochenenden mit ganz unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten haben mich persönlich enorm bereichert und meinen Horizont erweitert.


Jannik Seger

Kurzprofil

Jannik (*1994) studierte nach Ablegen des Abiturs in Lörrach an der Ludwig-Maximilians-Universität München Betriebswirtschaftslehre und verbrachte dabei einen Auslandsaufenthalt in Singapur. Derzeit ist er im drittem Semester des Mannheim Master in Management immatrikuliert. Er engagiert sich als Mentor im Rahmen des Studienpatenschaftsprogramms der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.

Motivation

Der Schweizer Kabarettist, bildende Künstler und Fotograf Ursus Wehrli, welcher aufgrund der Grenznähe in meiner Heimatstadt äußerst populär ist, veröffentlichte vor einigen Jahren das Buch „Kunst aufräumen“, das zu einem Bestseller avancierte. Nun beabsichtige ich nicht, Meisterwerke der klassischen Moderne neu zu ordnen. Im Rahmen des Bronnbacher Stipendienprogramms möchte ich vielmehr mein Verständnis von Kunst neu strukturieren und durch kontinuierliche Auseinandersetzung weiterentwickeln und ausbauen. Sich gemeinsam mit ebenso charakterstarken, reifen Persönlichkeiten mit Kulturschaffenden über ihr Wirken austauschen zu können, macht das Programm zu etwas Unvergleichbarem.


Marian Turowski

Kurzprofil

Studium des Wirtschaftsingenieurwesens am Karlsruher Institut für Technologie, an der Virginia Polytechnic Institute and State University und an der Universidad Politécnica de Madrid

Studium des Design Thinking am Hasso Plattner Institut

begeisterter Standard- und Lateintänzer

Motivation

Durch das Bronnbacher Stipendium möchte ich Menschen aus Kunst und Kultur begegnen, mich mit ihnen austauschen und mit ihnen zusammenarbeiten. Ich freue mich dabei, jeden einzelnen Künstler und seine Sicht auf die Welt kennenzulernen und meine Erfahrungen mit meinen Mitstipendiaten zu teilen. Gemeinsam mit ihnen möchte ich erleben und verstehen, was Kunst und Kultur begründet, welche Facetten sich offenbaren und welche Perspektiven sie eröffnen. Am Ende dieses Jahres haben wir vielleicht nicht auf alle Fragen eine abschließende Antwort gefunden, aber eine bereichernde Zeit mit vielfältigen künstlerischen Eindrücken erlebt.


Rebecca Ullrich

Kurzprofil

Rebecca (*1991) ist in der Nähe von Frankfurt aufgewachsen und für ihr Studium nach Mannheim gezogen. Dort absolvierte sie den Bachelor Kultur & Wirtschaft sowie den Mannheim Master in Management mit Auslandsaufenthalten in Spanien, Dänemark und Australien. Ihre Masterabeit verfasste sie in ihrem Nebenfach Philosophie zum Thema Konsumentenethik. Seit 2017 ist Rebecca in einem Startup in Frankfurt tätig.

Motivation

Auszug aus meinem Motivationsschreiben: “Bereits in meinem ersten Studiensemester an der Universität Mannheim machte mich ein Dozent, Alumnus des Bronnbacher Stipendiums, auf das Stipendienprogramm aufmerksam. Die Idee, Wirtschaftler durch interaktive Workshops zur Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zu bewegen, begeisterte mich auf Anhieb. (...) Am Bronnbacher Stipendium gefällt mir vor allem die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. (...) Ich möchte mich gerne ausprobieren, Dinge in meinem Alltag hinterfragen und neue Perspektiven einnehmen. Ich denke, dass das Stipendium hierfür Zeit, Raum und Möglichkeit bietet.“

Rückblickend kann ich nun sagen, dass meine Erwartungen an das Stipendium erfüllt bzw. übertroffen wurden. Die Gespräche und Begegnungen mit Künstler*innen und Mitstipendiat*innen haben mich viel über mich, über andere sowie die Gesellschaft im Allgemeinen gelehrt. Ich bin daher wahnsinnig dankbar, Teil des 14. Jahrgangs sein zu dürfen.


Jingyi Lisa Zhang

Kurzprofil

Geboren in Shanghai, eine Metropole mit 25 Millionen Einwohnern. Mit vierzehn aus familiären Gründen nach Hamburg, Deutschland mit 2 Millionen Einwohnern zogen. Nach Abitur für die Stadt Karlsruhe mit 0,3 Millionen Einwohnern entscheiden für das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT).

Studium: Wirtschaftsingenieurwesen im 2. Master Semester mit Schwerpunkt Innovationsmanagement, Supply Chain Management.

Technisch begeistert, glaubt an Teamarbeit und Power der Interdisziplinarität.

Motivation

Für mich gehört Vielseitigkeit zur Selbstverständlichkeit. Sprache, Ort, Kultur, Profession. Geboren und aufgewachsen in einer Metropole mit 25 Millionen Einwohnern heißt für mich viel Lärm, Muster, Möglichkeiten und Ablenkung. In Hamburg habe ich meine Teenager-Zeit verbracht, frischer Wind und Regen bringen mich zur Ruhe. Reisen durch die Welt bringt mich zum Nachdenken, Aus- und Einwandern, Aus- und Einleben. Musik hat mich dabei den ganzen Weg begleitet, ein Traum, der immer im Herzen bleiben wird – Klavier. Mit Bronnbacher Stipendium lässt sich die Künstlerin in mir wieder aktivieren, viele Dinge bekommen ihre neue Schicht voller Farben und Bedeutung. Bereichernd entdeckt man neue Perspektive und entdeckt mehr über sich selbst und die Umgebung. Interdisziplinäre Zusammensetzung eröffnen neue Wege für mich – angesagt ist nur: Zuhören, aufnehmen, und offen sein, für alles.