12. Jahrgang (2015/16)

Christopher Buß

Doktorand an der Graduate School of Economic and Social Sciences an der Universität Mannheim

Kurzprofil

Christopher Buß promoviert an der Graduiertenschule GESS und forscht am Projekt SFB 884 über Arbeitsmarktreformen in Europa. Zuvor hat er an den Universitäten Göttingen und Mannheim Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Jura studiert. Während seiner Auslandssemester in den Niederlanden und Dänemark durfte er die Kultur und Gesellschaft anderer europäischer Länder kennenlernen. Erste berufliche Erfahrungen konnte er bei der Europäischen Kommission in Brüssel, dem Bundesarbeitsministerium und in Unternehmensberatungen sammeln. In seiner Freizeit genießt er die kulturellen Aktivitäten in der Region, geht Klettern, Laufen und Segeln oder verbringt Zeit mit einem guten Buch. Am Bronnbacher Stipendium schätzt er besonders, dass es ihn vor neue Herausforderungen stellt. Die Arbeit mit verschiedenen künstlerischen Ausdrucksmitteln eröffnet ihm neue Perspektiven.


Daniela Hohmann

Doktorandin an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz

Kurzprofil

Ich bin Politikwissenschaftlerin und beschäftige mich an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz insbesondere mit Prozessen der Wählermobilisierung. Das Bronnbacher Stipendium verstehe ich als Ausgleich zu meiner wissenschaftlichen Tätigkeit. Hier kann ich mich in neuem Terrain wie dem Filme machen, dem Zeichnen und vielen weiteren Bereichen der Kunst und Kultur ausprobieren. Der Austausch mit den Künstlerpersönlichkeiten, aber auch den anderen Teilnehmern des Programms lehrt mich neue Perspektiven und hat meine verinnerlichten Sichtweisen schon das eine oder andere Mal herausgefordert. Ich bin dankbar, Teil dieses unglaublich reichen Experimentierfeldes sein zu dürfen und bin gespannt, was es noch alles für mich bereithält.


Eva Wickerath

Unternehmensjurist, Universität Mannheim (2014) - Aufbaustudium zum ersten Staatsexamen, Universität Mannheim (voraussichtlich 2016/2017)


Jakob Willisch

Promotion Politikwissenschaften, Lehrstuhl Internationale Organisationen / Lehrstuhl Politische Ökonomie

Kurzprofil

Jakob hat an der Universität Bayreuth Philosophie und Volkswirtschaftslehre studiert. Ein Auslandsaufenthalt in Südafrika weckte sein Interesse an politökonomischen Zusammenhängen in Entwicklungsländern. Danach studierte er Public Policy am University College London, bevor er 2014 an der Graduate School of Economic and Social Sciences der Universität Mannheim sein Promotionsstudium in Politikwissenschaften begann.

Die Beschäftigung mit Kultur, Kunst und den verschiedenen Persönlichkeiten der Künstler und Mitstipendiaten bietet mir Gelegenheit zur Selbstreflexion und kreativer Beschäftigung abseits des Alltags. Den Umgang mit dem grundlegend Andersartigen, der mich am Bereisen von fremden Ländern fasziniert, erhoffe ich mir auch im Bronnbacher Stipendium erfahren zu können.


Alexander Kohles

Doktorand am Lehrstuhl für Business-to-Business Marketing, Sales & Pricing an der Universität Mannheim

Kurzprofil

Schon in jungen Jahren kam ich durch meine Familie, vor allem durch Theaterbesuche, mit der Kunst und Kultur in Berührung. Diese Bindung hat mich auch während meiner Studienzeit der BWL in München, Mannheim und Kopenhagen immer wieder beschäftigt. Auch neben meiner derzeitigen Stelle als Doktorand mit dem Schwerpunkt „Innovationsmanagement“ spielt Kunst und Kultur eine wichtige Rolle als Gegenpol zum Arbeitsalltag. Außerdem ist Sport, insbesondere Fußball, ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Motivation für das Stipendium

Meist ist der Themenbereich Kunst und Kultur auf den Besuch einer solchen Veranstaltung beschränkt. Ich finde es jedoch schade, dass der Kontakt zu den Künstlern meist sehr gering ist bzw. gar nicht zustande kommt. Diesen Aspekt kann man mit der Teilnahme am Bronnbacher Programm sehr intensiv erleben. Durch die Diskussion und Auseinandersetzung mit verschiedenen Künstlern ist es möglich, andere Denk- und Lösungsansätze für bestimmte Probleme zu erleben bzw. bestimmtes Führungsverhalten aus anderen Perspektiven zu sehen. Außerdem bietet das breite Spektrum des Bronnbacher Programms die Möglichkeit, Bereiche zu erleben, mit denen man normalerweise nicht in Berührung kommen würde.


Franziska Susanne Roth

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin in Medien- und Kommunikationswissenschaft

Kurzprofil

Franziska Susanne Roth, geboren in Kassel, studierte Publizistik, Amerikanistik und Kulturanthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Während ihres Studiums verbrachte sie ein Auslandsjahr an der University of Memphis, TN, USA. Außerdem absolvierte sie Praktika im Deutschen Bundestag und der deutschen Botschaft in Accra, Ghana. Ihre Promotion an der Universität Mannheim begann sie im März 2010 und verteidigte ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Die Rezeption politischer Talkshows im Fernsehen: Der Einfluss des Unterhaltungserlebens auf die Informationsverarbeitung“ erfolgreich im Februar 2015. Sie arbeitet derzeit an der Veröffentlichung ihrer Dissertation.

Motivation für das Stipendium

„Es ist mein Wunsch, im Rahmen des Bronnbacher Stipendiums die Chance zu haben, die Sprache, die Grammatik und Syntax von Kunst durch Diskussion, Konfrontation und Reflektion mit anderen Teilnehmenden und Kunstschaffenden zu erlernen, um im Angesicht von Kunstwerken nicht mehr nur zu „staunen“, sondern aus dem, was Kunst mit mir macht, mehr zu lernen.

Im Idealfall entwickele ich darüber hinaus durch die Auseinandersetzung mit Kunst UND Wirtschaft Verhaltens- und Denkmuster, die dazu beitragen, in einem häufig von Standards und Normen geprägten Wirtschaftssystem manchmal der kleine bunte Punkt zu sein, wie im Gemälde The Birth of the World von Joan Miró. So kann ich später Verantwortung nicht nur für Gewinn, Verlust und Produktivität übernehmen, sondern auch für Kreativität, zielgerichtete Konfrontation ohne zwanghaften Konsens und die Entwicklung ungewöhnlicher Problemlösungsstrategien im Unternehmen.“


Tim Pieplau

Mannheim Master in Management, Universität Mannheim

Kurzprofil

„Malerei ist Ankommen an einem anderen Ort.“ (Franz Marc)

Bereits die bloße Rezeption bildender Kunst wirkt als Gegenpol zum Alltag und stiftet Kraft für anstehende Entscheidungen in Studium, studentischen Initiativen und Arbeitsumfeld. Das Bronnbacher Stipendium ermöglicht, dem künstlerischen Schaffensprozess noch näher zu kommen und eine Dynamik zu erleben, die nur in aktiven Auseinandersetzungen mit Künstlern sowie ihren Werken entsteht.

Wir Stipendiaten erhalten die einmalige Gelegenheit, in einem schützenden Umfeld „anzukommen“. Dieses lässt die Person des Künstlers weniger unnahbar erscheinen und gestattet, bewusst ungewohnte Blickwinkel einzunehmen und herauszufordern. Diese inspirierenden Begegnungen werden, so hoffe ich, nachhaltig Wirkung entfalten und somit nicht bloß das Ankommen an einem anderen Ort ermöglichen, sondern auch die Mitnahme von „Souvenirs“ an den Ausgangspunkt. Dieser kann, mitunter sehr profan, eine anstehende Entscheidung im Familiären oder Beruflichen sein.


Charlotte Rauth

Studierende des Bachelor: Kultur & Wirtschaft: Germanistik (6. Fachsemester), Universität Mannheim

Kurzprofil

Charlotte Rauth, geboren in Bonn-Duisdorf (Nordrhein-Westfalen), studiert seit 2012 Kultur & Wirtschaft: Germanistik an der Universität Mannheim mit Fokus auf den Bereichen interkulturelle Kommunikation und Semiotik sowie korpuslinguistische Diskursanalyse. Bereits vor ihrem Studium sammelte sie praktische Erfahrungen im interkulturellen Austausch durch den Besuch des musikorientierten Heleneholms Gymnasiums in Malmö.  Diese baute sie während des Studiums im Rahmen eines Auslandssemesters an der Marmara Üniversitesi, Istanbul, aus. Neben ihrem Studium engagiert sie sich in der Studenteninitiative „Model United Nation“ und ist als Dozentin für die Fächer Deutsch, Latein und Mathematik an der Abendakademie Mannheim tätig. Um den kulturellen Austausch auch im Inland zu fördern, trifft sie sich in ihrer Freizeit mit arabischen und türkischen Tandempartnern. Daneben geht sie gerne boxen und laufen und genießt abends gerne ein Glas Wein bei einem schönen Buch oder mit Freunden.

Motivation für das Stipendium

„Das Vereinen von Gegensätzen und die stetige Wechselwirkung derer - sei es auf der Mikroebene zwischen einzelnen Fachbereichen oder auf der Makroebene hinsichtlich verschieden kulturell geprägter Gesellschaften – hat mich schon immer fasziniert. Daher begeistert mich der Einblick in fremde Kulturen durch Auslandsaufenthalte und das Erleben neuer Perspektiven immer wieder aufs Neue. Innerhalb meines Studiums ist es mir möglich, diesen Enthusiasmus nun auf der Mikroebene theoretisch zu fundieren und einige Schnittstellen von Kultur und Wirtschaft innerhalb des eigenen Landes kennenzulernen. Um dieses theoretische Wissen praktisch zu ergänzen, bin ich sehr gespannt darauf, im Rahmen des Bronnbacher Stipendiums Kunstformen wie Malerei, Architektur oder Theater hautnah kennenzulernen. Auch freue ich mich über die Möglichkeit und Anregung, meine frühere Leidenschaft für klassische Musik wieder aufleben zu lassen.

Ganz besonders erhoffe ich mir von dem Bronnbacher Jahr neue Impulse für einen erfolgreichen Brückenschlag zwischen Kultur und Wirtschaft auf praktischer Ebene zu erhalten und somit kreative Ansätze für wirtschaftliche und politische Herausforderungen weiterzugeben.“


Eva Schulze

Mannheim Master of Management, Universität Mannheim

Kurzprofil

Geboren im Thüringer Wald und aufgewachsen in einem kleinen bayerischen Dorf, habe ich nach dem Abitur 2010 meine Taschen gepackt, die Füße in die Hand genommen und bin zum Studieren auf die schöne englische Insel nach Manchester gezogen. Dort und an der UBC Vancouver, Kanada, studierte ich 2010-2014 im Bachelor International Management. Seit September 2014 habe ich nun wieder deutschen Boden unter den Füßen und studiere hier in Mannheim im Master in Management mit Schwerpunkt Operations (Produktion und Logistik). In meiner Freizeit mache ich viel Sport, singe und tanze auch sonst gerne auf 5. Hochzeiten gleichzeitig.

Motivation für das Stipendium

Das Bronnbacher Stipendium ist für mich eine tolle Möglichkeit, den BWLer-Alltag einmal zur Seite zu stellen und sich mit einer ganz anderen Form der Kommunikation, der Kunst, auseinanderzusetzen. Unsicherheiten überwinden, Bestehendes hinterfragen, Neues ausprobieren und ganz besonders neue und andere Herangehensweisen an Probleme entdecken und erleben, das sind die Eckpfeiler, die mich am vielseitigen Programm des Stipendiums besonders faszinieren. Wann lässt man sich als BWL Student "einfach mal gehen" und nimmt Abstand von einem vordefinierten Endprodukt? Aus meiner eigenen Erfahrung, eher selten. In den bisherigen Wochenenden konnte ich dieses Loslassens fast wie neu lernen, und es tut gut.


Christoph Kilian Theil

Master of Management, Universität Mannheim

Kultur bedeutet die Auseinandersetzung mit genuin Neuem. Dieser Leitgedanke hat für mich zwei Ausprägungen:

I.) Kulturelle Praxis ist kein Widerspruch, sondern ein Komplement zur Wirtschaft

Die Innovationsmotoren unseres wirtschaftlichen Systems werden durch künstlerische Gestaltungsprozesse befeuert. Wer eine Idee schaffen und zum fertigen Produkt reifen lassen möchte, muss ein Portfolio verschiedener Qualitäten orchestrieren. Neben wissenschaftlicher Rigorosität und ökonomischem Denken sind auch Intuition und Schöpfungsmut erforderlich. Kulturelle Praxis ist zur Erprobung der letzten beiden Eigenschaften unerlässlich – denn ihre Ergebnisoffenheit ist die beste Dozentin im Umgang mit Unsicherheit.

II.) Die Rezeption kultureller Artefakte ist rational und emotional fruchtbar

Als begeisterter Sänger und Gitarrist übt das kulturelle Potenzial, Geschehenes zu reflektieren und dabei trotzdem Raum für Interpretation zu lassen, auf mich eine magische Anziehungskraft aus. Denn kulturelle Artefakte geben nicht bloß die Sichtweisen ihrer Schöpfer wieder: In den Köpfen ihrer Rezipienten werden völlig losgelöst davon eigene Gedanken geboren und Gefühle geweckt.

Das Bronnbacher Stipendium schenkt mir die Möglichkeit, meine kulturelle Passion auch im Masterstudium der Betriebswirtschaftslehre weiter zu verfolgen. Dafür bin ich den Förderern, Mitwirkenden und dem 12. Jahrgang sehr dankbar.


Sabrina Zieren

Doktorandin am Lehrstuhl für Sales & Services Marketing, Universität Mannheim

Kurzprofil

Abitur 2009 in Düsseldorf, danach Bachelor- und Master der BWL an der Universität Mannheim mit Studienaufenthalten in Indien und Kanada, ab 2014 Beginn der Promotion am Lehrstuhl für Sales & Services Marketing an der Uni Mannheim.

Durch die intensive Beschäftigung mit diversen Kunstformen öffnet mir das Bronnbacher Stipendium neue Welten und Perspektiven, die begeistern, inspirieren und verstören können. Der lebendige Austausch mit Künstlern und Stipendiaten schärft dabei die Reflexion über eigene Annahmen, Lebensentwürfe und Wirklichkeiten.


Jens Förderer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für ABWL und Wirtschaftsinformatik I (Prof. Dr. Armin Heinzl)