Bronnbacher Stipendium © Kulturkreis Archiv

| November 2019 |

Workshop-Impressionen des 16. Jahrgangs

Dirigierwochenende, 16. Jahrgang  © Benedikt Liebig
Dirigierwochenende, 16. Jahrgang  © Benedikt Liebig
Malereiwochenende, 16. Jahrgang © Clarissa Knorr
Tanzwochenende, 16. Jahrgang © Philipp Hoffmann
Schauspielwochenende, 16. Jahrgang © Philipp Hoffmann

| September 2019 |

Fördert die Auseinandersetzung mit den Künsten Führungskompetenzen?

In dem Projekt "Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership?" untersuchen Prof. Dr. Barbara Lämmlein und Dr. Ulrike Gerdiken, Frankfurt University of Applied Sciences, im Rahmen des Forschungsfonds Kulturelle Bildung, ob und wie sich künstlerisch-ästhetisches Arbeiten auf das Selbstverständnis zukünftiger Führungskräfte auswirkt. Dazu werden unter anderem Studierende des "Bronnbacher Stipendiums - Kulturelle Kompetenz für künftige Führungskräfte" befragt.

Der Einsatz von Kultureller Bildung ist in der Personalentwicklung angekommen: Gerade bei der Entwicklung persönlicher, kreativer und sozialer Kompetenzen wird der praktischen wie theoretischen Auseinandersetzung mit den Künsten eine besondere Wirksamkeit zugesprochen. Neben dem Einsatz in der Ausbildung gibt es bereits Beispiele renommierter Unternehmen, die auf eine entsprechende Fortbildung mit Kunst und Kultur bei der Qualifizierung von Führungskräften setzen.

Ob und wie sich Kulturelle Bildung – als Bildung mit und durch Kunst und Kultur – tatsächlich auf Führungsqualifikation und -qualität auswirkt, will das seit Ende 2018 laufende Forschungsprojekt „Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership?“ untersuchen. Das zweijährige Projekt wird durch den Forschungsfonds Kulturelle Bildung des Rates für Kulturelle Bildung e. V. gefördert mit Finanzierung seitens der Karl Schlecht Stiftung. Projektpartner ist die Frankfurt University of Applied Sciences mit Prof. Dr. Barbara Lämmlein, Dr. Ulrike Gerdiken und Hannah Lutz am Fachbereich Wirtschaft und Recht.

Zwei studentische Gruppen im Vergleich

Die Wissenschaftlerinnen führen mit zwei studentischen Gruppen über ein Jahr hinweg eine empirische Studie durch. Die eine Gruppe nimmt am Exzellenzprogramm für Studierende, dem „Bronnbacher Stipendium“, teil, das der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. 2004 ins Leben gerufen hat. Diese Stipendiaten setzen sich in einem zweisemestrigen Workshop-Programm mit den verschiedenen Künsten auseinander. Die andere Gruppe besteht aus Studierenden des Masterstudiengangs „Leadership (Master of Arts)“ an der Frankfurt University of Applied Sciences, die sich in keinem gesonderten Programm mit den Künsten befassen.

In Interviews erheben die Forscherinnen, wie sich die Teilnehmer im Rahmen ihres Ausbildungsprogramms in Bezug auf gute Führung äußern und entwickeln – das heißt hinsichtlich ihrer kreativen, ethisch-moralischen und sozial-kommunikativen Kompetenzen als Voraussetzung für „Good Leadership“. Die Ergebnisse werden aus kulturpädagogi-scher, betriebswirtschaftlicher und kommunikationspsychologischer Sicht ausgewertet.

Ziele und Ergebnisse

Bis Ende 2019 erarbeiten Lämmlein, Gerdiken und Lutz zunächst theoretische Grundlagen zu ethisch-moralischen und sozial-kommunikativen Kompetenzen sowie zum Kreativitätsbegriff und zum Begriff „Good Leadership“. Nachfolgend wird untersucht, welche Erwartungen Unternehmen, Ausbildungsstätten und Teilnehmende an Programme stellen, die Inspiration, Kreativität, Kommunikation und die Fähigkeit zum Perspektivwechsel fördern sollen, und inwieweit künstlerische Angebote diese Erwartungen erfüllen können. Zum Abschluss der Untersuchung Ende 2020 können im besten Fall aus den Ergebnissen Konsequenzen für die Konzeption von Programmen zur Führungskräftequalifizierung abgeleitet werden. Hochschulen, Weiterbildungseinrichtungen und Unternehmen erhalten damit eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die weitere Entwicklung und Spezifizierung einer Qualifizierung von Führungskräften durch die Auseinandersetzung mit den Künsten.

(Pressemitteilung, Rat für Kulturelle Bildung e. V., 23.09.2019)

Weitere Informationen und Videobeitrag


| September 2019 |

6. Bonameser Gespräch: "Der emotionale Einfluss in der Führung: Emotional Intelligence in Leadership?"

Gemeinsam mit Friedrich von Metzler lädt der Kulturkreis ausgewählte Unternehmer- und Führungspersönlichkeiten sowie Absolventen seines Bildungsprogramms "Bronnbacher Stipendium - Kulturelle Kompetenz für künftige Führungskräfte" im Rahmen der Bonameser Gespräche jährlich zum offenen Gedankenaustausch über drängende Fragen in Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Das 6. Bonameser Gespräch findet am 11. September 2019 zum Thema "Der emotionale Einfluss in der Führung: Emotional Intelligence in Leadership?" im Haus Bonames des Bankhauses von Metzler für geladene Gäste statt. Auf dem Podium diskutieren Kathrin Menges (selbständige Unternehmerin und frühere Personalvorständin der Henkel AG), Dr. Kati Najipoor-Schütte (Leiterin der CEO-Praxisgruppe bei Egon Zehnder) mit Philipp Bremer (Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP und Bronnbacher Stipendiat des 14. Jahrgangs) und Wilfried Porth (Vorstandsmitglied der Daimler AG und Vorsitzender des Arbeitskreises Kulturelle Bildung des Kulturkreises) über emotionale Intelligenz als Schlüsselkompetenz für exzellente, zeitgemäße Führung.


| April 2019 |

"Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership?"

Theoretische Grundlagen und didaktische Konzepte für eine kulturpädagogische Führungskräftequalifizierung

In dem Projekt "Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership?" untersuchen Prof. Dr. Barbara Lämmlein und Dr. Ulrike Gerdiken, Frankfurt University of Applied Sciences, im Rahmen des Forschungsfonds Kulturelle Bildung, ob und wie sich künstlerisch-ästhetisches Arbeiten auf das Selbstverständnis zukünftiger Führungskräfte auswirkt. Dazu werden unter anderem Studierende des "Bronnbacher Stipendiums - Kulturelle Kompetenz für künftige Führungskräfte" befragt.

Weitere Informationen

Im "Forschungsfonds Kulturelle Bildung" (2018 bis 2021) steht die spezifische Qualität von Angeboten Kultureller Bildung in der Praxis und ihrer Voraussetzungen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses. Der Forschungsfonds ist ein Projekt des Stiftungsverbundes Rat für Kulturelle Bildung e. V., gefördert von der Stiftung Mercator und der Karl Schlecht Stiftung.

Das Bronnbacher Stipendium ist ein Exzellenzprogramm des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. Es wird von der BASF SE, der Daimler AG und der Karl Schlecht Stiftung sowie weiteren Förderern unterstützt.

"Durch Kulturelle Bildung zu Good Leadership?": Prof. Dr. Barbara Lämmlein (re.) und Dr. Ulrike Gerdiken und, Frankfurt University of Applied Sciences © Forschungsfonds Kulturelle Bildung

| Januar 2019 |

Anmeldung Bronnbacher & Friends Jahrestreffen 2019

Das Bronnbacher & Friends Jahrestreffen 2019 findet vom 22. bis 24. Februar in Mannheim statt. Eingeladen sind alle Bronnbacher Alumni, Kulturkreismitglieder sowie Freunde des Stipendiums.

Die Anmeldung ist ab sofort hier möglich!

Programm:

Freitag 22.02.19

19.00 Empfang
19.30 Eröffnung der Abendveranstaltung mit Michael Heinz, BASF-Vorstand, zum Thema "Dreifache Bilanzierung, finanziell, sozial, kulturell“.
20.00 Impulsvortrag zum Thema "Hat der Westen sein Versprechen gebrochen?" mit Stefan Weidner.
21.30 Ausklang

Samstag 23.02.19

09.30 Beginn der Workshops
16.30 Ende der Workshops
16.45 Präsentationen der Workshopsergebnisse
20.00 Abendessen mit anschließender Bronnbacher Bain Night

Sonntag 24.02.2019

10.00 Brunch
13.00 Verabschiedung und Ausklang

Workshops:

Carsten Fock - Malerei

Die Teilnehmer werden lernen mit Farbe, Leinwand und Pinsel zu arbeiten. Voraussetzung ist weniger die beste Technik, als viel mehr die Begeisterung und der Mut dazu, sich mit den gegebenen Materialien auszudrücken. Die Endergebnisse werden dann abschließend den anderen Workshop-Teilnehmern präsentiert.

Andras Sass - 3D Animationen mit After Effects

Bei diesem Workshop werden Teilnehmer selbst Animationen mit Hilfe von After Effects erstellen. Diese Videokunst soll anschließend im Rahmen einer Lichtershow auf ein dreidimensionales Objekt projiziert werden, um die Wirkung von zweidimensionalen Bildern auf dreidimensionalen Objekten entdecken zu können. Hinweis: Alle Teilnehmer brauchen einen Laptop und müssen sich vor dem Workshop Adobe After Effects runterladen – gerne kann man die entsprechende kostenlose Testversion verwenden.

Thilo Grawe - Performance (Audio-Walks)

Audio-Walks eröffnen ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz.Audio-Walks treffen einen Nerv der Zeit, weil sie eine Situation herstellen, in der Zuhören plötzlich wieder möglich wird – in der ich mich auf eine zunächst fremde Person einlassen muss. Es geht darum, das Ineinandergreifen von Stimme/Wege/Erzählung/Sprache/Musik/Emotion und Soundeffekten anhand der Performance "versprechen" (in all seinen Wortbedeutungen!) auszuprobieren.

Annette Winker und Hanna Schuely - Neue Musik

Wir beschäftigen uns mit Experimenteller Musik und entwickeln während des Workshops im Zusammenspiel der Teilnehmenden ganz unterschiedliche Arten von Improvisationen. Es geht darum, vielerlei Potentiale zu entdecken, indem wir mit Klängen experimentieren und das Bewusstsein für Klang erweitern und sensibilisieren. Eigene Instrumente sind sehr willkommen. Musikalische Vorkenntnisse sind dennoch nicht erforderlich. Zusätzliche Klangerzeuger konventioneller und unkonventioneller Art bringen wir mit, die eigene Stimme kann ebenfalls eingesetzt werden.

Max-Lukas Hundelshausen - Elektronische Musik

Max-Lukas Hundelshausen ist ein trotz seines jungen Alters bereits vielfach ausgezeichneter, hochtalentierter Komponist und Tonmeister. Sein Interesse liegt in der ästhetischen Verknüpfung von elektronischer Klangtransformation mit experimenteller Instrumentalkomposition. Dabei werden Spannung, Form und Struktur neu bearbeitet. So verbinden sich seine Schwerpunkte: Komposition, Aufnahmeleitung, Editing, Mixing und Produktion. Im Workshop werden die Teilnehmer selber aktiv werden, indem selbst aufgenommene Klänge elektronisch verändert und abgemischt werden. Durch eine spezielle Software können die dabei entstehenden Stücke im Raum erfahrbar werden.


| Dezember 2018 |

Die Bewerbungsphase für den 16. Jahrgang des Bronnbacher Stipendiums hat begonnen:
Weitere Informationen zu Stipendium und Bewerbung hier


| September 2018 |

5. Bonameser Gespräch
17. Oktober 2018
Haus Metzler

"Ethisches Handeln – Voraussetzung oder Hemmnis für unternehmerischen Erfolg"

 

Podium:

Dr. Antje von Dewitz, Geschäftsführerin der VAUDE Sport GmbH & Co. KG, Tettnang

Prof. Dr. Michael Otto, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Otto Group und stellvertretender Vorsitzender des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e. V.

Wilfried Porth, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Vorsitzender des Arbeitskreises Kulturelle Bildung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft e. V.

Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Präsident der Hochschule für Philosophie München

Lisa Hilleke, Beraterin und Projektkoordinatorin für NGOs, Bronnbacher Alumna

Haus Metzler © B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA

| August 2018 |

Das Bronnbacher Stipendium – Kulturelle Kompetenz für künftige Führungskräfte

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft ermöglicht jährlich etwa 20 ausgewählten Studierenden der Universität Mannheim und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) die Teilnahme am Exzellenzprogramm „Bronnbacher Stipendium – Kulturelle Kompetenz für künftige Führungskräfte“. Die Studierenden haben ein Jahr lang die Möglichkeit, sich studienbegleitend in vielfältigen Workshop- und Veranstaltungsformaten mit unterschiedlichsten Kunstsparten von Architektur über Bildende Kunst, Musik bis hin zu Theater und Tanz auseinanderzusetzen. Das Programm führt die Stipendiaten mit Künstlern und Kulturschaffenden zusammen, gibt Einblicke in künstlerische Prozesse und bietet kreative Ansätze für künftige Führungsaufgaben in der Wirtschaft. Der Kulturkreis befragte Elisabeth Loeser, die für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) das Bronnbacher Stipendium betreut, nach ihrer Einschätzung zum ersten, gemeinsamen Stipendienjahr.

Kulturkreis: Seit 2017 steht das Bronnbacher Stipendium nun auch Studierenden der MINT-Fächer am KIT offen. Warum ist es für Ihr Institut interessant, Ihren Studierenden das Bronnbacher Stipendium anzubieten?

Elisabeth Loeser: Das Ziel der Lehre am KIT ist die Qualifikation junger Menschen auf der Basis einer intensiven wissenschaftlichen und forschungsorientierten Ausbildung. Neben der fachlichen Ausbildung spielt dabei auch die Entwicklung von überfachlichen Kompetenzen eine sehr wichtige Rolle – insbesondere am ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale, wo die Koordination des Programms am KIT verortet ist. Hier gibt es bereits ein umfangreiches und vielseitiges Lehrangebot für Studierende aller Fachrichtungen, das auf den Erwerb von Schlüsselqualifikationen abzielt. Das Bronnbacher Stipendium passt perfekt zu uns, da es viele Aspekte beinhaltet, auf die wir mit unseren Angeboten Wert legen: Interdisziplinarität, Interkulturalität, Verantwortung und Nachhaltigkeit, Orientierung für Studium, Beruf und Gesellschaft.

Welche Reaktionen haben Sie aus dem Kreis der Studierenden erfahren, als erstmals für das Programm an Ihrer Hochschule geworben wurde?

Es kamen sehr viele interessierte Rückfragen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass das Bronnbacher Stipendium dort auf große und wachsende Resonanz stößt. Manche Bewerberinnen und Bewerber kamen bisher nur als Konsumenten in Berührung mit Kunst und sind interessiert daran, selbst aktiv zu werden und ihren Horizont zu erweitern. Andere sind bereits seit ihrer Kindheit leidenschaftlich künstlerisch oder kulturell aktiv. Sie reizt in der Regel vor allem der direkte Austausch mit (anderen) Kunstschaffenden.

Ihre Hochschule hat ein naturwissenschaftliches, technisches Profil. Gab es zunächst auch Berührungsängste zu einer dezidierten Befassung mit Kunst und Kultur im Rahmen des Studiums?

Der vermeintliche Gegensatz Ingenieur- und Naturwissenschaften versus Kunst und Kultur? Ich glaube, diese Annahme ist stärker in manchen Köpfen als in der Realität vertreten. Sicherlich gibt es bei manchen Berührungsängste, aber die zukünftigen Forscher- und Ingenieurgenerationen müssen ebenso flexibel wie kreativ und innovativ sein.

Welche Rückmeldungen der Stipendiaten aus dem ersten gemeinsamen Stipendienjahr, das zwei Universitäten zusammenführte, haben Sie erhalten?

Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv. Den Studierenden und Promovierenden bleiben besonders intensive Diskussionen mit Künstlerinnen und Künstlern und neue, ungewohnte Erfahrungen in der aktiven kreativen Betätigung in Erinnerung. So mancher ist auch über seinen eigenen Schatten gesprungen. Natürlich gab es auch kritische Anmerkungen. Dies betrifft zum Beispiel die räumliche Distanz zwischen Karlsruhe und Mannheim, die erstmal in der Theorie nicht so groß klingt, aber in der Praxis leider manche gemeinsame Aktivität außerhalb des Programms vereitelt. Und bei einem Förderzeitraum von einem Jahr, der jeweiligen Erwartungshaltung sowie individuellen Kunstvorliebe stellt auch nicht jedes Wochenende einen neuen Höhepunkt dar. Aber gerade darin sehe ich Stärken des Programms: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten lernen den Umgang mit Dingen, die ihnen vielleicht nicht gefallen, sie lernen Offenheit für Entwicklungen, Resilienz, wenn Prozesse anders laufen als geplant, Sensibilität für Bedürfnisse und Meinungen anderer und vor allen Dingen gibt es viel Raum für Reflexion. Da gibt es viele Parallelen zu künstlerischen Tätigkeiten.

Sie betreuen am ZAK auch andere Förderprogramme als zusätzliche Bildungsangebote des KIT. Welche Besonderheiten und Werte sind Ihnen persönlich am „Bronnbacher Stipendium – Kulturelle Kompetenz für Führungskräfte“ wichtig?

Neben den Begleitstudia, Qualifikationsmodulen, dem Studium Generale u. a. bieten wir am ZAK verschiedene Förderprogramme zur Persönlichkeits- und Karriereentwicklung an. In diesen gibt es Seminare und Workshops, in denen die Titel bereits verraten, mit welcher Kompetenz oder erlernten Methodik die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Idealfall den Raum am Ende verlassen. Das ist beim Bronnbacher Stipendium anders: Ich schätze es sehr, dass Studierende und Promovierende Zeit und Energie für etwas investieren, das scheinbar erstmal keinem konkreten Nutzen besitzt und sich anderer Herangehensweisen bedient. Kunst kann so viel – aber sie muss nicht. Darüber hinaus hatte ich gerade bei den Alumni-Wochenenden den Eindruck, dass die Bronnbacher ein großes Gemeinschaftsgefühl verbindet. In Mannheim gibt es bereits eine große Zahl an Bronnbacher Alumni. Es wäre toll, wenn in Karlsruhe mit jedem neuen Jahrgang ein ähnliches Netzwerk wachsen würde.

Bronnbacher Stipendium: 14. Jahrgang mit Stipendiatinnen und Stipendiaten der Universität Mannheim und des Karlsruher Instituts für Technologie im Kloster Bronnbach © Johannes Nehen
Das Interview ist im Kulturkreis Magazin No 62 veröffentlicht.