Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, Corporate Collecting, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
Zu den Mitgliedern des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft zählen die bedeutendsten deutschen Unternehmen.
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Historie

„50 Jahre Förderung von Kunst und Kultur durch den Kulturkreis, das heißt auch 50 Jahre Engagement für die Zukunft. Galt es vor 50 Jahren, Verantwortung für den kulturellen Wiederaufbau Deutschlands zu übernehmen, so heißt die Verantwortung heute: Bewahrung und Förderung einer lebendigen Kultur in einer vielfältigen, globalen und sich rasant verändernden Welt. Eine Gesellschaft, die von einer gewandelten Zukunft nicht überrascht werden will, muss die Vergangenheit reflektieren und die Gegenwart aktiv gestalten. Kultur wirkt langfristig, sie verbindet das Heute mit dem Morgen.“

Dr. Michael Otto, stellv. Vorstandsvorsitzender des Kulturkreises, anlässlich des 50. Jubiläums des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2001 in „Mäzene, Stifter und Sponsoren“, hrsg. v. Walter Grasskamp und Wolfgang Ullrich (2001)

  

Gründung, Grundsätzliches

Seit 60 Jahren gehört der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) e.V. zu den maßgeblichen Institutionen für unternehmerische Kulturförderung in Deutschland. Er wurde 1951 als „Kulturkreis im BDI e.V.“ in Köln in Anwesenheit des Bundespräsidenten Theodor Heuss unter Mitwirkung zahlreicher Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik wie Gustav Stein (Gründungsgeschäftsführer) und Dr. Hermann Reusch (Gründungsvorsitzender) ins Leben gerufen.

 
Eindrücke aus 50 Jahren Kulturkreis der deutschen Wirtschaft

Dem Gründungsvorstand, der sich aus 28 Gründungsindustriellen rekrutierte, gehörten außerdem Dr. O. Springorum, Dr. O. Kampf, Dr. h. c. Konrad und Otto A. H. Vogel an. Da die Gründerväter der deutschen Industrie entstammten und mit ihren Verbänden unter dem Dach des BDI organisiert waren, integrierten sie die Geschäftsstelle des Kulturkreises in den BDI, von dem der Kulturkreis jedoch institutionell und personell unabhängig ist.

Mit der Gründung des Kulturkreises entstand ein bis heute einzigartiges Modell für die Beziehung zwischen Kultur und Wirtschaft. Als ein Zusammenschluss von Unternehmen und Unternehmerpersönlichkeiten verfolgte er in den Gründungsjahren die Ziele, die auch noch heute prägend sind: mäzenatische Förderung der zeitgenössischen Kunst, Engagement für bedeutende Werke der deutschen Kulturgeschichte und Teilhabe an der kulturpolitischen Diskussion.

Die Förderung der Kunst in kooperativer Form sollte Anlass für die und Zeugnis der internen Auseinandersetzung der Wirtschaftsvertreter mit Kunst und Kultur sein. Dieser Leitgedanke findet seit der Gründung seinen Ausdruck in den Kulturkreis-Jahrestagungen, auf denen Unternehmer und vom Kulturkreis prämierte Künstler zusammenkommen, und im Auswahlverfahren der Preisträger durch Gremien, in denen die Mitglieder des Kulturkreises gemeinsam mit Fachjuroren über die Preisvergabe entscheiden.

Förderung

Seit seiner Gründung hat der Kulturkreis mehr als 1000 Künstler in den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Literatur und Musik unterstützt. Für viele war es die erste große Auszeichnung oder das erste Stipendium. Einige der Preisträger sind heute renommierte Künstler, die das kulturelle Leben in Deutschland geprägt haben und prägen wie Ingeborg Bachmann, Heinrich Böll, Ilse Aichinger, Thomas Bernhard, Christoph Ransmayr, Günter Grass, Amelie von Wulffen, Gerhard Merz, Rosemarie Trockel, Olaf Metzel, Max Ernst, Georg Baselitz, Christoph Eschenbach, Wolfgang Tillmans, Thomas Demand, Dirk Skreber, Sabine Meyer und Albrecht Mayer. Ein jüngeres Beispiel für die Relevanz dieser Förderung ist die Verleihung des Literatur-Nobelpreises 2006 an Orhan Pamuk: Die erste Übersetzung seines Werkes ins Deutsche wurde Ende der 80er Jahre vom Kulturkreis angeregt und finanziert.

Neben der Förderung junger Künstler hat der Kulturkreis zahlreiche richtungweisende Kulturprojekte initiiert und durchgeführt wie zum Beispiel die „Museumsspende“ zur Unterstützung westdeutscher Museen in den 50er, 60er und 70er Jahren bei der Vervollständigung ihrer durch den Krieg aufgelösten Sammlungen, die Restaurierung der Marienorgel in Ottobeuren (1953-58), die Stiftung Altstadt Regensburg, modellbildend für die Altstadtsanierung in Deutschland (1963-67), oder den Aufbau der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (1992-2006).

Service und Beratung

Mit dem 1957 gegründeten Arbeitskreis Ausland für kulturelle Aufgaben (AKA, vormals ARA) bietet der Kulturkreis eine Beratungsplattform für alle Fragen der auswärtigen Kultur. 1996 initiierte der Kulturkreis mit dem Arbeitskreis Kultursponsoring (AKS) ein professionelles Forum für Unternehmen, die sich im Kultursponsoring engagieren. Seit 2004 haben ausgewählte Nachwuchsführungskräfte zudem die Möglichkeit, im Rahmen des Arbeitskreises Kulturelle Bildung (AKB) und seines „Bronnbacher Stipendiums“, Verständnis für künstlerische Prozesse zu entwickeln und sich mit renommierten Künstlern, Kunstvermittlern und Institutionen auszutauschen.