CSR und CCR
Unternehmen wollen heute mehr denn je in Kunst und Kultur investieren. Es geht um den Erhalt der kulturellen Vielfalt, um die Entwicklung und Bereicherung der kulturellen Landschaft als unverzichtbarer Ressource unserer Lebenswelt.
Unternehmen agieren heute zumeist international, global und gewinnen zunehmend an gesellschaftspolitischer Bedeutung. Die Unternehmensreputation spielt auf internationalen Kapitalmärkten eine immer wichtiger werdende Rolle. Unternehmerisches Handeln, das über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgeht, wird zu einer Möglichkeit, sich zu profilieren, deutlich gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und diese zu demonstrieren.
Für die lange Tradition gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen in Deutschland hat sich der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) etabliert. Corporate Cultural Responsibility (CCR) ist die notwendige Fokussierung dieses Konzepts auf das Kulturelle. Der Begriff wurde von Dr. Beate Hentschel vom Siemens Arts Program und von Prof. Dr. Michael Hutter, Universität Witten-Herdecke, eingeführt. Von 2002 bis 2006 untersuchten ihre Insitutitionen in einem CCR-Projekt Hintergründe, Sinn und Nutzen einer Pflege der kulturellen Umwelt durch Unternehmen. Ziel war es, einen Diskurs zu diesem Themenfeld zu initiieren und zugleich praktische Möglichkeiten der Realisation von Corporate Cultural Responsibility aufzuzeigen. Die so zusammengetragenen diskursiven Beiträge von Fachleuten aus Universitäten, Beratungsgesellschaften und kulturellen Initiativen finden Sie hier; Berichte über die Kulturförderung verschiedener Unternehmen hier.
In einem vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft mit seinem Arbeitskreis Kultursponsoring veranstalteten Symposium zur Corporate Cultural Responsibility fand 2006 erstmals der direkte Austausch zwischen Wissenschaftlern, Unternehmensvertretern und interessierten Dritten statt. Auch 2008 wurde der Diskurs mit einem Symposium fortgesetzt. Informationen zu den Symposien finden Sie hier.
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