Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, Corporate Collecting, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
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Darja Stocker gewinnt den Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2016

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. vergibt in diesem Jahr seinen mit 10.000 Euro dotierten Dramatikerpreis an die Theaterautorin Darja Stocker. Die elfköpfige Jury wählte die Preisträgerin aus 18 nominierten Autoren aus. Mit dem Preis verbunden ist eine Kooperation mit dem Theater Basel.

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Darja Stocker
Foto: Mohamedali Itaief

Die Dramaturgie des Theater Basel zur Juryentscheidung: „Darja Stocker befragt in ihren Texten politische Konflikte mit großer Ernsthaftigkeit, ohne Resignation oder Zynismus. Sie zeichnet Verbindungen zwischen dem öffentlichem Geschehen und den privaten Belangen ihrer Figuren. In ihren Texten wird ihre persönliche Nähe zu den verhandelten Situationen spürbar: im Fall von Nirgends in Friede. Antigone etwa durch ihre jahrelangen Recherchen in Nordafrika. Sie untersucht die komplexen Problemlagen der Gegenwart und bleibt dabei immer einem Idealismus verpflichtet und der Hoffnung auf die Möglichkeit eines Auswegs. Ein humanistisches Plädoyer für das Theater.“

Der diesjährigen Jury gehörten an: Dr. Markus Kerber (Bundesverband der Deutschen Industrie und Vorsitzender des Gremiums Darstellende Kunst des Kulturkreises),
Andreas Beck (Theater Basel), Benjamin von Blomberg (Münchner Kammerspiele), Nicola Bramkamp (Theater Bonn), Judith Gerstenberg (Schauspiel Hannover), Martina Grohmann (Theater Rampe), Christian Holtzhauer (Kunstfest Weimar), Ulrich Khuon (Deutsches Theater), Dr. Franziska Nentwig und Franziska Rieger (Kultur-kreis).

Darja Stocker wurde 1983 in Zürich geboren und studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Mit ihrem Debütstück Nachtblind, am Theater Winkelwiese in Zürich uraufgeführt und in zehn Sprachen übersetzt, wurde sie zu den
32. Mülheimer Theatertagen eingeladen. Ihr zweites Stück Zornig geboren wurde 2009 unter der Regie von Armin Petras am Maxim Gorki Theater uraufgeführt. Bereits seit einigen Jahren recherchiert Stocker zu aktuellen politischen Bewegungen in Deutschland, der Schweiz, Kuba, Ägypten und Tunesien. Die Themen finden direkten Eingang in ihre Stücke. In ihrem neuesten Stück Nirgends in Friede. Antigone überträgt Darja Stocker die antike Tragödie ins Hier und Jetzt und leitet an der Figur Antigone zentrale Fragen der Gegenwart ab. Darja Stocker lebt in Berlin.

Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises am 8. Oktober 2016 in Magdeburg statt.

Seit 2003 wird der Dramatikerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft an junge Autoren vergeben und gilt als einer der wichtigsten Preise für junge Dramatik. Frühere Preisträger des Dramatikerpreises waren Händl Klaus, Nuran David Calis, Philipp Löhle, Ewald Palmetshofer, Juliane Kann, Dirk Laucke, Wolfram Lotz, Anne Lepper, Nis-Momme Stockmann und Wolf-ram Höll.