Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, Corporate Collecting, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
Zu den Mitgliedern des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft zählen die bedeutendsten deutschen Unternehmen.
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Claudia Hamm erhält den Übersetzerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2016

Der mit 10.000 Euro dotierte Übersetzerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2016 geht an Claudia Hamm für ihr Schaffen. Der Preis wird im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises am 7. Oktober 2016 in Magdeburg verliehen. 

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Claudia Hamm
(Foto: Michael Donath)

Claudia Hamm wurde 1969 in Jena geboren und verließ 1983 mit ihrer Familie die DDR. Sie studierte Philosophie und Germanistik u. a. an der Sorbonne in Paris, in  Antofagasta/Chile und in Freiburg/Br. Nach dem Studium arbeitete sie als Theaterregisseurin, Autorin von Bühnentexten, Performerin und Übersetzerin aus dem Französischen. Sie übersetzte u. a. Werke von Édouard Levé, Emmanuel Carrère und Nathalie Sarthou-Lajus. Drei Romane und ein Essay von Emmanuel Carrère erschienen in den letzten Jahren in ihrer deutschen Übersetzung: 2012 »Limonow«, 2013 »Davos. Im Disneyland der Großen« (Essay), 2014 »Alles ist wahr« und 2016 »Das Reich Gottes«, alle Titel im Verlag Matthes & Seitz, Berlin.

Neben Nina Hugendubel (Vorsitzende) gehörten der Jury in diesem Jahr an: Klaus Kusenberg (Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg), Dr. Katrin Schumacher (Moderatorin und Redakteurin MDR Figaro), Jürgen Jakob Becker (Geschäftsführer des Deutschen Übersetzerfonds) und Kristina Maidt-Zinke (Journalistin und Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung) sowie Vertreter von Mitgliedsunterneh-men des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft.

Seit seiner Gründung fördert der Kulturkreis immer wieder – anfangs unregelmäßig – Übersetzer und Übersetzungen. Bereits 1965 zeichnete er mit Karl Dedecius den literarischen »Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland« aus. 1983 wurde Burkhart Kroeber für seine großartige Übersetzung von Umberto Eccos »Der Name der Rose“ vom Kulturkreis gewürdigt. Seit Ende der achtziger Jahre vergab der Kulturkreis Übersetzungsaufträge — so übersetzte Ingrid Iren 1989 den ersten Roman des türkischen Autors und späteren Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk im Auftrag des Kulturkreises ins Deutsche. Es folgten Aufträge an Ralph Dutli zur Übersetzung von Ossip Mandelstam und an Stefan Weidner für eine arabische Anthologie. Viele andere Projekte folgten — insgesamt entstanden zwischen 1989 und 2009 zehn Romane, Anthologien und Gedichtbände. Mit dem Übersetzerpreis würdigt der Kulturkreis alle zwei Jahre die wichtige Arbeit der Übersetzer.