Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, Corporate Collecting, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
Zu den Mitgliedern des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft zählen die bedeutendsten deutschen Unternehmen.
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Waltraud Hüsmert erhält Übersetzerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2012

Der Übersetzerpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2012 ging an Waltraud Hüsmert. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft am 20. Oktober 2012 in Nürnberg verliehen. 

Waltraud Hüsmert, geboren 1951 in Werdohl/Westfalen, studierte Niederlandistik, Germanistik und der Kunstgeschichte an der FU Berlin und an der Rijksuniversiteit Leiden, Niederlande. Seit 1981 arbeitet sie als freiberufliche Übersetzerin und war Lehrbeauftragte an der FU Berlin. Seit fast zwanzig Jahren übersetzt Hüsmert Literatur aus dem Niederländischen bzw. Flämischen  und kann auf ein großes Übersetzungsoeuvre zurückblicken. Im Frühjahr 2012 erschien der Titel „Kongo – Eine Geschichte“ von David van Reybrouck in der herausragenden Übersetzung von Waltraud Hüsmert.

 
Preisträgerin Waltraud Hüsmert und der von ihr übersetzte Roman "Kongo – Eine Geschichte"

"KONGO – Eine Geschichte“
Fesselnd und atemberaubend erzählt der belgische Autor David Van Reybrouck die Geschichte Kongos, wie wir sie noch nie gelesen haben. Der Autor, der den Bogen von der kolonialen Gewaltherrschaft unter Leopold II. über die 32jährige Mobutu-Diktatur bis hinein in die Gegenwart spannt, berichtet aus der eindrücklichen Perspektive derjenigen, die in ihrem Land leiden, kämpfen, leben – im Mittelpunkt stehen die Träume, Hoffnungen und Schicksale der sogenannten einfachen Bevölkerung.

Seit seiner Gründung fördert der Kulturkreis immer wieder – anfangs unregelmäßig – Übersetzer und Übersetzungen. Bereits 1965 zeichnete er mit Karl Dedecius den literarischen »Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland« aus. 1983 wurde Burkhart Kroeber für seine großartige Übersetzung von Umberto Eccos »Der Name der Rose“ vom Kulturkreis gewürdigt. Seit Ende der achtziger Jahre vergab der Kulturkreis Übersetzungsaufträge — so übersetzte Ingrid Iren 1989 den ersten Roman des türkischen Autors und späteren Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk im Auftrag des Kulturkreises ins Deutsche. Es folgten Aufträge an Ralph Dutli zur Übersetzung von Ossip Mandelstam und an Stefan Weidner für eine arabische Anthologie. Viele andere Projekte folgten — insgesamt entstanden zwischen 1989 und 2009 zehn Romane, Anthologien und Gedichtbände.