Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Literatur sowie Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
Zu den Mitgliedern des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft zählen die bedeutendsten deutschen Unternehmen.
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Literaturpreise 2009: Tilman Rammstedt erhält Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft / Poesiepreis für Barbara Köhler

Der Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft in der Sparte Prosa ging 2009 an Tilman Rammstedt; den Poesiepreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft erhielt Barbara Köhler. Die Preise wurden im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft vom 09. bis 11. Oktober 2009 in Mainz/ Wiesbaden verliehen.

Die Literatur-Preisträger des Kulturkreises 2009

Der Jury unter Vorsitz von Nina Hugendubel gehörten in diesem Jahr an: Dr. Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach), Dr. Thomas Wohlfahrt (Literaturwerkstatt Berlin), Dr. Susanne Gilbert-Sättele (dpa) sowie Mitglieder des Gremiums Literatur des Kulturkreises.

Tilman Rammstedt, 1975 in Bielefeld geboren, Berliner Schriftsteller und Mitglied der Schriftsteller-Band „Fön“ hat bisher drei Romane veröffentlicht. „Tilman Rammstedts Texte kommen leichtfüßig daher. Er ist ein Meister der gut gesetzen Pointen und des eindringlichen Erzählens. Seine tragisch-komischen Geschichten erheitern und unterhalten ohne oberflächlich zu sein. Gerade der „Kaiser von China“ (Dumont 2008) ist ein Hohelied der Fantasie, das zum Träumen, Nachdenken und Schmunzeln einlädt“, so die Gremiumsvorsitzende Nina Hugendubel.

Mit Barbara Köhler, 1959 in Burgstädt geboren, „wird eine der wichtigsten Lyrikerinnen ihrer Generation ausgezeichnet. Die Sprache ist ihr ein Medium, das stets verändert und erweitert werden kann – bis hinein in den Raum des Gegenständlichen und des Bildhaften. Das Experimentelle wird für Barbara Köhler dabei niemals zum Selbstzweck. Es dient ihr als Mittel zur Erkundung der menschlichen Existenz und der Ausdruckswelten. In diesem Sinne hat Barbara Köhler mit ihrer jüngsten Buchveröffentlichung „Niemands Frau" (Suhrkamp 2007) die „Odyssee" auf furiose Weise neu interpretiert: ein Wagnis, das in der Gegenwartslyrik seinesgleichen sucht“, begründet Jurymitglied Jan Bürger die Entscheidung der Jury.

Der Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft gehört mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 40. 000 Euro jährlich zu den am höchsten dotierten deutschen Literaturpreisen. Der Prosapreis ist mit 20. 000 Euro dotiert, die Preise in den Sparten Poesie, Dramatik und Übersetzung jeweils mit 10. 000 Euro. Der Poesie- und Übersetzungs-Preis wird im zweijährigen Wechsel vergeben.

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit über 55 Jahren Literatur. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u. a. Heinrich Böll, Günter Grass, Nelly Sachs, Oskar Pastior und Daniel Kehlmann.