Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, Corporate Collecting, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
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Literaturpreise 2008: Galsan Tschinag erhält Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft / Förderpreis für Thomas von Steinaecker 

Den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2008 erhielt Galsan Tschinag. Der dazu gehörige Förderpreis ging an Thomas von Steinaecker. Beide Preise sind mit je 10.000 Euro dotiert. Die Preise wurden im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft vom 17. bis 19. Oktober 2008 in Würzburg von der Vorsitzenden des Gremiums Literatur des Kulturkreises, Nina Hugendubel, und dem Vorstandsvorsitzenden des Kulturkreises, Dr. Clemens Börsig, verliehen.

Die Literatur-Preisträger 2008 des Kulturkreises

Der Jury unter Vorsitz von Nina Hugendubel gehörten in diesem Jahr an: Prof. Dr. Jörg Drews (Universität Bielefeld), Monika Rinck (Autorin), Dr. Katrin Lange (Literaturhaus München) und Nadine Emmerich (ddp) sowie Mitglieder des Gremiums Literatur des Kulturkreises.

Galsan Tschinag thematisiert in seinen Texten meist die Geschichte und das Leben seines Volkes, der Tuwa-Nomaden. "Er benutzt eine Sprache voll von Bildern und Vergleichen und lässt ungeahnte Nuancen des Deutschen aufscheinen. Es ist ein reiches Deutsch, mit nur noch selten gebrauchten Vokabeln einerseits, zugleich aber punktuell leicht unbeholfen. In solchen Interferenzen, in solchen kleinen Verschiebungen des Deutschen zugunsten von Ausdrucksmöglichkeiten für bisher nicht Ausdrückbares, stecken wahrscheinlich die spezifischen Qualitäten von Galsan Tschinags Sprache“, so Jurymitglied Jörg Drews.

Galsan Tschinag wurde 1943 in der Mongolei geboren. Seit einem Studienaufenthalt 1962 bis 1968 in Deutschland schreibt er vor allem auf Deutsch. Daneben übersetzte er aus dem Deutschen, darunter Werke von Heinrich Mann, Strittmatter und Tucholsky. Als letztes Buch von Galsan Tschinag erschien im Suhrkamp Verlag 2007 "Die neun Träume des Dschingis Kahn“. Galsan Tschinag lebt in der Mongolei und im deutschsprachigen Ausland.

Auch Thomas von Steinaecker besticht durch seinen Nuancenreichtum im Umgang mit der Sprache. Sein Debüt-Roman "Wallner beginnt zu fliegen“ behandelt retrospektiv die Geschichte von vier Generationen der Familie Wallner, die er über ihre je eigene Sprachwelt charakterisiert. Der Generation des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts weist er zudem Comicbilder zu, die von der Münchner Grafikerin Daniela Kohl erstellt wurden. "So entsteht in kräftigem und abwechslungsreichem Kolorit eine eigenwillige, gekonnt komponierte und facettenreiche Familiengeschichte, die gleichzeitig auch die Wahrheit der erzählten Wirklichkeit in Romanform in Frage stellt", begründet Jurymitglied Viola Effmert die Wahl der Jury.

Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Traunstein, studierte Literaturwissenschaft in München und Cincinatti und promovierte über literarische Foto-Texte. Er ist Journalist und Autor und schrieb neben seinem Debüt-Roman u. a. das Hörspiel "Meine Tonbänder sind mein Widerstand“, das auf BR 2 gesendet wurde. Thomas von Steinaecker lebt in Augsburg.