Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, Corporate Collecting, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
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ars viva 08/09 – Inszenierung / Mise en scène: Keren Cytter, Manuel Graf, Simon Dybbroe Møller, Tris Vonna-Michell

Im Jahr 2008 hat der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. den mit je 5.000 Euro dotierten ars viva-Preis für Bildende Kunst an Keren Cytter (*1977), Manuel Graf (*1978), Simon Dybbroe Møller (*1976) und Tris Vonna-Michell (*1982) vergeben. Mit dem Förderpreis sind drei Ausstellungen der Reihe ars viva, ein begleitender zweisprachiger Katalog sowie eine Künstleredition verbunden.

ars viva-Preisträger 08/09

Die Auslobung des Förderpreises stand unter dem Thema "Inszenierung / Mise en scène“. Die vier Preisträger wurden aus 50 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt, in deren Werk die Reflexion theatraler Themen, Ausdrucks- und Inszenierungsformen von zentraler Bedeutung ist. Bei Simon Dybbroe Møller und Tris Vonna-Michell überzeugte die Jury, dass der jeweils situative Vollzug des Werks in den Handlungen und Erfahrungen der Besucher für die Konzeption der Arbeiten von Bedeutung ist. Bei Keren Cytter und Manuel Graf spielt das experimentelle Sichtbarmachen von Inszenierungsstrategien im Medium Film oder auch in der Architekturtheorie eine wichtige Rolle.

Keren Cytter, 1977 geboren in Israel, studierte in Tel Aviv und Amsterdam. Ihre Kurzfilme verbinden Elemente des Dokumentarischen mit dem Fiktionalen und sind gleichzeitig Kommentare zum Medium Film und seinen erzählerischen Konventionen. Sie verbindet die Struktur des klassischen Dramas im Theater mit Melodramatischem und Groteskem, mit Zitaten aus Populär- und Trash-Kultur. Mehrschichtige Erzählebenen überlagern die dargestellten zwischenmenschlichen Beziehungen, die Akteure spielen ihre Rolle und kommentieren gleichzeitig die Arbeit am Film.

Manuel Graf, 1978 geboren in Deutschland, studierte in Düsseldorf. Er umgibt seine Videofilme und 3D-Animationen mit selbstgebauten Modellen und Lichtinstallationen, die High-Tech und Selfmade verbinden. Spielzeug, Kulissen, Bühnenmodelle, Gucklöcher und Spotlights dienen als Werkzeuge, um in seinen gestalteten Miniaturwelten, denen eine ganz eigene nostalgische Aura zueigen ist, die grundsätzlichen Fragen nach Ursprung und Wahrhaftigkeit unserer (Kultur-)Geschichte immer wieder neu zu illustrieren.

Simon Dybbroe Møller, 1976 geboren in Dänemark, studierte in Düsseldorf und Frankfurt am Main. Er komponiert räumliche Szenarien mit vorgefundenen oder vorhandenen Objekte, die der Zuschauer als scheinbar zufällig entstandene Situationen durchstreift. Häufig eingebettet in den Kontext der Moderne enthüllen die Gegenstände dabei Zusammenhänge und kleine Geschichten, deren immanente Logik den Betrachter vom Vorhandensein dieser inszenierten alltäglichen Vorkommnisse überzeugt.

Tris Vonna-Michell, 1982 geboren in Großbritannien, studierte in Glasgow und Frankfurt am Main. Er entwickelt seit 2003 verschiedene Geschichtsstränge, die zwischen Fakt und Fiktion changieren und als Preformances und kulissenhafte Installationen inszeniert werden. Er verknüpft dabei die Tradtion der "oral history“ mit Objekten, Diaprojektionen, Texten und persönlichen Memorabilia, die als Requisiten für seine atemberaubend schnellen performativen Monologe dienen.

Der Jury unter Vorsitz von Dr. Arend Oetker gehörten in diesem Jahr die Kuratoren Dr. Beate Reese (Museum im Kulturspeicher Würzburg), Susanne Titz (Museum Abteiberg, Mönchengladbach), Mag. Eva Maria Stadler (Augarten Contemporary, Wien) sowie Dr. Doris Krystof (K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf) und sechs Mitglieder des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises an.

Die Preisträger erhielten den ars viva-Preis im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises, die vom 17. bis 19. Oktober 2008 in Würzburg stattfand. Dort wurde am Samstag, dem 18. Oktober 2008, um 20.00 Uhr die erste ars viva-Ausstellungsstation im Museum im Kulturspeicher Würzburg eröffnet. Die folgenden Ausstellungsstation waren: Museum Abteiberg, Mönchengladbach (März-Mai 2009) und Augarten Contemporary, Wien (Mai-Juni).

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Einladung zur Musik-Performance in Mönchengladbach