Kulturkreis
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert seit 1951 Kunst und Kultur und setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Kultur als unverzichtbare Ressource verstanden wird.
Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft fördert Künstler in den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik und bietet seinen Mitgliedsunternehmen Service und Beratung in den Bereichen Kultursponsoring, Corporate Collecting, kulturelle Bildung und auswärtige Kultur.
Zu den Mitgliedern des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft zählen die bedeutendsten deutschen Unternehmen.
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ars viva 07/08 – Sound: Nico Dockx, Florian Hecker, Marcellvs L., Astrid Nippoldt

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vergab den mit je 5.000 Euro dotierten Preis ars viva 07/08 – Sound an Nico Dockx, Florian Hecker, Marcellvs L. und Astrid Nippoldt. Die mit dem Preis verbundene Ausstellungsreihe „ars viva 07/08 – Sound“ wurde am 7. Oktober 2007 im Museum Morsbroich, Leverkusen, im Rahmen der Jahrestagung des Kulturkreises eröffnet und war dort bis zum 6. Januar 2008 zu sehen. Weitere Stationen waren vom 16. Februar bis 6. April 2008 der Kunstverein Hannover und vom 6. Juni bis 15. August 2008 das Contemporary Art Centre Vilnius, Litauen.

 
Die Kulturkreis-Preisträger der ars viva 07/08 – Sound

Die Preisträger wurden aus 29 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt, in deren Werk der Umgang mit Klängen, Musik und Geräuschen eine starke Gewichtung erfährt. Neu erfundene Töne, überraschende Klangerlebnisse oder der präzise Einsatz von Bild und Ton kennzeichnen die Werke der diesjährigen Preisträger, die Musikalisches und Visuelles verknüpfen.

Nico Dockx, 1974 geboren, studierte in Antwerpen und Nantes. Er reagiert mit seinen Arbeiten häufig auf vorgefundene Texte oder architektonische Situationen, die er in Klänge transformiert. Diese stellt der Künstler anschließend dem ehemals Vorgefundenen gegenüber oder integriert sie in eine Ausstellungssituation. Bei der Umsetzung seiner häufig politisch-stadtentwicklerisch konnotierten Projekte arbeitet Nico Dockx oft mit Musikern, Gestaltern, Künstlern und Wissenschaftlern zusammen.

Florian Hecker, 1975 geboren, studierte in München und Wien. Florian Hecker generiert computerbasierte Töne, die er in mehrkanaligen Lautsprecherinstallationen und Performances präsentiert. Dabei setzt er den Ton als bildhauerisches Material ein, das den Besucher in unterschiedlichsten Klangteppichen umfängt, die den ihn umgebenden Raum durch ein intensives Hörerlebnis vollkommen neu strukturieren und die gewohnten Koordinaten in Frage stellen.

Marcellvs L., 1980 geboren, studierte in Belo Horizonte (Brasilien). Die kontemplativen Videoarbeiten des brasilianischen Künstlers vermitteln die Auflösung eines festgefügten Zeitbegriffs: Themen wie Ebbe und Flut, lange Einstellungen und Wiederholungen bestimmen die häufig als Doppelprojektionen gezeigten Werke. Er fesselt die Wahrnehmung des Betrachters durch den gezielten Einsatz von Klängen, die als körperlich erfahrbare Frequenz oder in Aufhebung von Nähe und Distanz eine zweite irritierende Ebene im Werk entfalten.

Astrid Nippoldt, 1973 geboren, studierte in Bremen. Astrid Nippoldts Videos erzielen ihre oft humorvoll-überraschende Wirkung aus dem präzise abgestimmten Wechselspiel von Ton und Bild. Dabei dienen der Künstlerin zufällig vorgefundene Situationen als filmisches Ausgangsmaterial, durch dessen geschickt-verspielte Bearbeitung in Schnitt und Vertonung der Betrachter über das poetische Moment hinaus zu vielfältigen cinematografischen Assoziationen angeregt wird.

Der Jury unter Vorsitz von Dr. Arend Oetker gehörten in diesem Jahr die Kuratoren Prof. Dr. Stephan Berg (Kunstverein Hannover), Dr. Markus Heinzelmann (Museum Morsbroich Leverkusen) und Kestutis Kuizinas (Contemporary Art Centre Vilnius, Litauen) sowie Christoph Gurk (Dramaturg Volksbühne Berlin) und sechs Mitglieder des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft an.

Der begleitende Katalog ist zweisprachig deutsch/englisch im Revolver Verlag, Frankfurt am Main, erschienen.